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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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zeug, Patrontaschen und Säbel erbeutete. Auch die dritte Kolonne,unter dem Lieut. Lehwald vom Regiment Diericke, führte ihrenAuftrag mit Erfolg aus. Sie brach aus der Traverse links desScheunenwinkels hervor, erstieg das Kröchet des Kouronnementsvor der Spitze de§ Bastions Jerusalem, vertrieb die Besatzungvom 72. Linien-Regiment, vernagelte die dort aufgestellte Hau-bitze, zerstörte einen Theil der feindlichen Arbeiten, erbeutete eben-falls Schanzzeug rc. und zog sich gleich den übrigen beiden Ko-lonnen zurück, als der Feind mit überlegenen Kräften vordrang.Um 7 Uhr war Alles beendet.

Nicht minder thätig war der Mineur bei der Fortsetzungdes Minenganges, welcher aus dem neuen Brunnen in der Hohl-traverse bereits 1 l^ vorgetrieben war. Auch der feindliche Mi-neur bemühte sich vorwärts zu kommen, um unter die Hohltra-verse zu gelangen. Dem zuvorzukommen, ließ der Ingenieur vomPlatz noch gegen Abend in einem Retour von 3^ Länge eineQuetschmine o') mit 90 Pfund laden und um 10 Uhr zünden.Die Wirkung war in so fern eine ganz erwünschte, als von derTraverse nur die Spitze beschädigt wurde, die Hauptwirkung sichaber gegen den feindlichen Minengang erstreckt hatte, den manzerstörte. Auch das Kouronnement des Trichters war zusammen-gestürzt. Der Belagerer machte sich sogleich wieder an die Ar-beit, um aufs Neue gegen die Hohltraverse vorzugehen, und be-gann noch in der Nacht an der Stelle des ehemaligen Trichterseinen neuen Brunnen abzutäusen.

Nach der Zündung der Mine war vom Vertheidiger keinAusfall unternommen worden, um sich von der Wirkung derMine zu überzeugen und den Feind an der Kouronnirung desetwa aufgeworfenen Trichters zu verhindern; der Verlauf derVerteidigung hatte zur Genüge erwiesen, daß zur Nachtzeit indieser Beziehung mit den Truppen nicht viel auszurichten war.Da das Terrain rings um den vorder» Theil der Hohltraversedurch die Quetschmine so aufgewühlt worden, daß es unmöglichwar, eine neue Gallerte aus einem der vorhandenen Brunnen vorzu-

1) Siehe Plan XIll ä. Fig. 2.