484
Am Morgen um 4 Uhr rückte die 2. Kolonne, an der Spitzeder Lieut. Schenk mit den 60 preußischen Schützen aus Weichsel-münde, nach dem Debouchiren unter dem heftigsten Feuer desFeindes gegen den Wald vor; die 1. Kolonne wandte sich linksnach dem Strande und sandte das Füsilier-Bataillon Schacht-meyer rechts, um im Walde die Verbindung mit der 2. Kolonnezu suchen; die 0. Kolonne mußte der 2. in einiger Entfernungfolgen, um sich beim Vorgehen zu ihrer Bestimmung links zuhalten, da der vorgeschriebene Weg längs der Weichsel durch dasFeuer der französischen Artillerie zu menschenraubend war; dieReserve blieb unter den Kanonen des Forts stehen.
Es entstand sehr bald ein mörderisches langedauerndes In-fanterie-Gefecht, in welchem die Truppen, durch Terrain-Hinder-nisse aller Art in ihren Bewegungen erschwert, sich bald in Zügeund kleine Trupps auflösten und mehrfach mit einander handge-mein wurden; ein Theil der 3. Kolonne mußte das Gefecht der2. unterstützen, welche allmälig in den Wald cindrang. Die 1. Ko-lonne rückte längs des Waldes am Strande vor und warf denhier ausgestellten Feind bis über den Weg, der von Heubudekommt, zurück. Die Redoute 6. an der Südspitze des Waldesfügte den Alliirten sehr bedeutende Verluste zu. Die 2. Kolonnebekam den Befehl, sie anzugreifen, während 2 Kompagnien des1. Bataillons vao. Besser auS der Reserve gegen die Batterieam Schuten-Damm Vorgehen sollten. In diesem Augenblick er-hielt der General Schramm über den Holm und die Schuten-laake eine Verstärkung vom 12. leichten Infanterie-Regiment und200 Sachsen; der französische General ging zum Angriff überund warf die 2. Kolonne bis an den Saum des Waldes zurück.Unterstützt durch > Bataillon des Archangelgorodschen Regimentsund 2 Kompagnien von Besser aus der Reserve, wurde indesie»der Feind nicht nur vom weitern Vordringen abgehalten, sondernauch gänzlich geworfen, durch den Lieutenant Schenk, die russi-schen Jäger, einen Theil deö Polozkischen Regiments und dasBataillon Besser auf das Lebhafteste mit dem Bajonett verfolgt,die Verschärfung c. am Ausgang des Waldes erobert und die
>>!o