übertragen- Endlich darf wohl nicht unerwähnt bleiben, daß derGouverneur von Danzig zur Zeit des Verlustes der Danziger-Nehrung selbst in einem Schreiben kie Ansicht ausgesprochen hatte,daß der Feind weder die Kräfte, noch die Absicht habe, einenernsthaften Angriff auf die Festung zu wagen; war er aber hier-von überzeugt, so war er auch um so mehr verpflichtet, so vielTruppen zur Unterstützung des Generals Rouquette zu detaschi-ren, als nothwendig waren, um den Feind über die Weichsel zu-rückzuwerfen. ')
Am 21. März. Wie schon erwähnt, kehrten die Truppendes Majors Grafen Krockow und des Obersten Popow erst amMorgen dieses Tages nach Neu-Fahrwasser zurück. Kaum ein-getroffen, wurden die dortigen Verschanzungen heftig vom Bela-gerer angegriffen. Man wies ihn aber nicht blos nachdrücklichzurück, sondern die beiden ebengenannten Führer trieben die Polenund Franzosen bis Langsuhr und Oliva. Von Seiten derFestung wurde das Gefecht durch einen Ausfall unter den Ober-sten Maffenbach und Malachow unterstützt, der sich gegen dasfeindliche Lager bei Wvnneberg richtete. Auch hier warf man dieFranzosen zurück; die Kosaken steckten das feindliche Lager inBrand und verursachten dem Feinde einen Verlust von 40 Tob-ten und mehr als 100 Gefangenen. Nachdem der rechte Flügelder Vorpostenkette um etwa 500 Schritt weiter vorgeschoben wor-den war, kehrten die Truppen mit nur einigen Verwundetenzurück.
Auf der Nehrung verschanzte sich der General Schramm als-bald im Walde bei Krakau. Sein Korps bestand aus einemBataillon vom 2. französischen leichten Inf.-Regt-, noch einemfranzösischen, zwei sächsischen und ebenso viel polnischen Bataillo-ne» nebst einer Schwadron des 19. Chasseur-Regiments, ebensoviel polnischen Ulanen und 6 Geschützen. Zur Verbindung mit
t) Offiziere, welche den General Gr. Kalkreuth näher kannten, behaup-teten, er habe den General Rouquette uicht unterstützt, weil derselbe in demzu seiner Zeit viel besprochenen Streit über den Vorzug der Wendung zuDreien oder zu Vieren bei der Kavallerie sein Gegner gewesen sei.