griffene Krockowsche Freikorps') zusammengebrachten Gelder undWaffen sortuähmen. Der Kommandeur dieses Korps, Major
1) Der früher im Blücherschen Husaren-Regt, gestandene, als Ritt-meister verabschiedete Graf Krockow auf Gr. Prüft in Hinter - Pommernhatte in der letzten Halste des Dezembers 1806 den König um die Erlaub-mß gebeten, ein Freikorps errichten zu dürfen, das er durch Unterstützungder Hommerschen Stände zu bewaffnen und ausznrüsten versprach. Durcheine Kabinetsordre vom 27. Dezember wurde das Gesuch des Grafen bewil-ligt und das Gouvernement von Danzig angewiesen, sein Vorhaben nachKräften zu erleichtern. Am 10. Januar 1807 begann der Graf sein Werbe-geschäft in Danzig und Umgegend mit einem Aufruf an die Bewohner derpreußischen Staaten, und hatte dasselbe so guten Fortgang, daß Anfang Fe-bruars die Mannschaft, theils Freiwillige, theils Ranzionirte, beisammen war.Auf den Bericht von den Fortschritten der Formation ernannte der Königden Grasen Krockow zuni Major und bestimmte, daß die Offiziere des Frei-korps, wenn dasselbe nach hergestelltem Frieden ausgelöst werden sollte, nachihrem Dienstalter in die betreffenden Regimenter zurückkehren dürften, die siein Folge der kriegerischen Ereignisse hatten verlassen müssen. Es ließ sichindessen kaum die Hälfte der Osfizierstellen ans Offizieren aufgelöster Trup-pentheile besetzen, so daß man sich genöthigt sah, geeignete Freiwillige ausallen Ständen zu Offizieren des Korps zu ernennen.
Dem Etat nach bestand das Freikorps aus 1 Bataillon Fußjägern in5 Kompagnien, aus 1 Schwadron Jäger zu Pferde und 2—3pfündigenKanonen. Das Bataillon sollte zählen: 1 Kommandeur, 6 Hauptleute,15 Snbalternosfiziere, 50 Oberjäger, 11 Hornisten, 10 Zimmerleute, 750 Jä-ger, 5 Chirurgen, 1 Büchsenmacher, 1 Bats--Quartiermeister und Auditeurund 10 Knechte, und sollte mit sich führen 5 einspännige Pulverkarren und1 Proviantwagen. Die Schwadron sollte stark sein: 1 Chef, 5 Subaltern-ossiziere, 1 Wachtmeister, 12 Oberjäger, 3 Trompeter, 12 Karabiniers, 160Jäger, 1 Lhirurgus, 1 Fahnenschmied und 6 Knechte. Das ganze Freikorpssollte demnach aus 1019 Kombattanten epcl. Offiziere bestehen.
Durch freiwillige Beiträge an Geld und Waffen, besonders aus Pom-mern, so wie durch die Unterstützung des Danziger Gouvernements, wurdeder Graf Krockow bald in den Stand gesetzt, sein Korps, wenn auch nichtganz vollständig, zu bekleiden und zu bewaffnen. Die Fußjäger erhieltengrüne Uniformen mit gelben Knöpfen, schwarzen Kragen und Aufschlägen,graue, unten mit Leder besetzte Ueberknöpfhosen mit schmalem, schwarzemTuchstreisen an den Seiten, einen eisernen Helm mit gemaltem Todtenkopfund einer Spitze in Form eines Löwenkopfes, von dem ein Büschel Pferde-haare auf den Rücken fiel. Ueber der Uniform wurde eine grautuchene Kutkagetragen. Die Kleidung der Offiziere zeichnete sich nur dadurch von der derJäger aus, daß die schwarzen Abzeichen nicht von Tuch, sondern von Sammt,