daß der rechte Flügel in Heiligenbeil und Gegend zu stehen kam,und der linke Flügel sich bis Peterswalde ausdehnte, um Ver-bindung mit dem General Tutschkow bei Mehlsack zu erhalten.Es kam hiernach am 3. nur zu einigen Scharmützeln auf demrechten Flügel.
Am 4. März konzentrirte der General L'Estocq das Korpshinter der Bahnau bei Heiligenbeil und Esienberg, das Reserve-Korps bei Zinten, weil der Feind sich noch mehr bei Braunsbergznsammengezogen und die Uebergänge daselbst vollendet hatte, manauch den eigenen linken Flügel durch den General Tutschkow beiMehlsack gedeckt glaubte. Die Vorposten blieben in der frühemAusstellung. Man nahm diese Position in der bestimmten Ab-sicht, Königsberg zu decken, was dem L'Estocqschen Korps vomGeneral Bennigsen als besondere Aufgabe gestellt worden war,indem derselbe das Versprechen ertheilt hatte, in die feindlicheFlanke zu agiren, wenn die Franzosen gegen diesen Ort mit MachtVordringen sollten. Als man erfuhr, daß der General Bennigsenden General Tutschkow am 4. Morgens von Mehlsack nach Heils-berg gezogen habe, wurde sogleich das 1. Bat. Besser und das1. Bat. Prittwitz-Husaren unter dem Major Pfuel befehligt,Mehlsack zu besetzen und den Uebergang bei Spanden zu beob-achten. Von diesem Detaschement erhielt man nun die Nachricht,daß der Feind die Brücke bei Spanden herstelle, und Wormdittdurch eine Avantgarde besetzt habe.
In der Nacht zum 5. zog sich der Feind von Grunau nachder Neustadt BraunSberg, am 5. Morgens nach der Altstadt zu-rück, und trug die neu erbauten Brücken wieder ab. Da nunvon dieser Seite nichts mehr zn befürchten stand, dagegen dieStraßen von Guttstadt und Wormditt auf Königsberg bedrohtschienen, wodurch zugleich die Verbindung deö preußischen KorpSgefährdet wurde, so beließ man zwar die Vorposten in der Auf-stellung an der Passarge, schob aber daS Gros des Korps mehrlinks zwischen Rehfeld und Deutsch-Thierau einerseits, und derStraße von Mehlsack nach Zinten andererseits. Mchlsack bliebdurch den Major Pfuel besetzt, der seine Posten bis nahe anSpanden schob, wo der Feind nur wenige leichte Truppen hatte