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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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zu zügeln. Er übersah wohl nicht, daß nicht Mangel an Tapfer-keit seine Kavallerie den Kosaken gegenüber in Nachtheil stellte,sondern vielmehr deren mangelhafte Ausbildung als Reiter undder elende Zustand der Pferde, wodurch ausschließlich eine Bewe-gung in Masse und in einem langsamen Tempo gestattet wurde.Die Kosaken mit ihren leichten, ausdauernden Pferden überwan-den ohne Mühe die den Franzosen unüberwindlichen Schwierig-keiten des Bodens in der damaligen Jahreszeit, saßen der fran-zösischen Kavallerie fortwährend auf den Fersen, benutzten jedengünstigen Augenblick, nahmen jeden Nachzügler oder Erkrankten,jedes zurückgebliebene Fahrzeug schnell in Empfang, und entzöge»sich eben so schnell den schwächlichen Angriffen ihrer Gegner, unisie aufs Neue zu belästigen, sobald sie den Rücken kehrten. Untersolchen Umständen mußten die Kosaken in ihrer eigenthümliche»Fechtart zu sehr gefürchteten Feinden werden, und kein BefehlNapoleons reichte aus, das Uebel zu mildern.

Für den 22. Februar befahl der General L'Estocq, daß dieVorposten-Brigade des Obersten Stutterheim — 4 Schwadr.Pleß-Husaren, ^ reit. Batt. Bredow und die beiden Fusilierkoni-pagnien, verstärkt durch 2 Schwadr. Köhler- und Blücher-Husare»und die beiden Grenadierbat. Schlüssen und Fabeckp — sich m»7 Uhr Morgens bei Pilwen — n. w. von Bartenstein — ver-sammeln, und über Borken, Tolks re. auf Heilsberg Vorgehensollte, während der Major Zielen auf dem rechten Alle-Ufer ebendahin vorrückte. Nach der Besetzung von Heilsberg sollte derOberst Stutterheim die Vorposten auf dem linken Alle-User ausLaunau, Raunau und Drewenz vortreiben, und in genaueste Ver-bindung mit dem Hetman Platow treten. Das Hauptkorps sollteauf Bartenstein marschiren, und der Major Arnim, in Gemein-schaft mit den beiden Kosaken-Regtrn. des Generals Denissot»von der Division des Generals Sedmoratzki, auf Seeburg ver-gehen, und dem Feinde so viel Abbruch als möglich thun-

Auf dem Marsche von Pilwen nach Heilsberg erfuhr derOberst Stutterheim in Tolks, wo die Franzosen geplündert hat-ten, daß Heilsberg noch vom Feinde besetzt sei, eine Nachrichtdie von den Bewohnern der übrigen berührten Dörfer bestätigt

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