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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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enva i '> Tage später die Generale Essen und Sedmoratzki zueinem dem Anschein nach ernsthaften Angriff gegen den unternNarew Vordringen- Ein Theil der Kosaken bleibt gegen den Omu-lef stehen, der Rest deckt der Offensive der Hauptarmee die linkeFlanke. Zum Ueberfall der weitläuftigen Winterquartiere der Fran-zosen geht die Masse der Kavallerie und reitenden Artillerie ingrößeren Abtheilungen und in hinlänglicher Ausdehnung voran,die Infanterie folgt, zur Neberwindung ernsthaften Widerstandes,etwa in drei Kolonnen von Nikolaiken auf Ortelöburg, Willen-berg, Neidenburg, Soldau, von Loetzen auf Rhein, Sensburg,Passenheim, Hohenstein, Gilgenburg, und von Angerburg auf Ra-stenburg, Roessel, Wartenburg, Allenstein, Osterode.

Die Ausbreitung des M. Bernadotte gegen das frische Haffkam solcher Operation nur entgegen, und es ist nicht abzusehen,wie der französische stinke Flügel stem Verderben hätte entgehenkönnen, sobald man nur in der Bewegung blieb. In der Höhevon Soldau und Osterode in 5 6 Märschen angekommen,mußten die Anordnungen Napoleons von der einen, und desM. Bernadotte von der andern Seite die weitern Maßregeln be-stimmen.

Es fragte sich nur, war die russische Armee zur Zeit zu sol-chem energischen Verfahren angethan? Man muß es verneinen,wenn gleich man russischer Seils glaubte, die Franzosen in derErtragung der Beschwerden eines WinterfeldzugeS überbieten zukönnen. Es ist früher der Zustand der russischen Armee nachder Schlacht bei Pultusk der Wahrheit gemäß dargestellt; dieDivisionen des Bennigscnschen Korps waren seitdem in fortge-setzter Bewegung gewesen; ihr Zustand hatte sich somit nicht ge-bessert, sondern nur bedeutend verschlimmert; sie bedurften daherder Ruhe, und waren nicht zu forcirten Märschen geeignet. Dienothwendige Richtung des Offensivstoßes auf Thorn führte fernerin Gegenden, die an sich wenig geeignet sind, große Massen zuernähren, auch bereits von Freund und Feind mitgenommen wor-den waren. Man mußte daher darauf rechnen, bei der Ausfüh-rung der Operation um so mehr auf Hindernisse der Verpflegung?u stoßen, als weder Russen noch Preußen in damaliger Zeit in