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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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welchen Napoleon zur Zeit in Polen und Preußen, ohne die zuBlokaden bestimmten Truppen, etwas über 140,000 M. entgegen-zusetzen hatte. Dem preußischen Korps wurden die beiden russi-schen Infanterie-Regimenter Wyburg und Kaluga zugetheilt, umes wiederum in eine etwas selbstständigere Lage zu versetzen, dadie Detaschirung des Generals Rouquette, die verschiedenen klei-nen Gefechte, besonders aber Desertionen, dessen Reihen sehr ge-lichtet hatten. Im russischen war zwar bereits die Organisationeiner Landmiliz in der angeblichen Stärke von 601,000 M. imGange, indessen vor der Hand an eine Verstärkung durch dieselbe,auch aus den näher gelegenen Provinzen, nicht zu denken.

lieber den gefaßten Operationsplan, der wesentlich von demam 2- Januar in Nowogrod entworfenen ausgeht, sagt der Ge-neral Bennigsen in seinen Memoiren:

Nachdem ich das Armee-Kommando erhalten, hatte ich mirfolgenden Operationsplan vorgezeichnet. Ich wollte so unbemerktvom Feinde als möglich zwischen den Seereihen in AltpreußenVordringen, die Franzosen in ihrem Marsch aus Königsberg zu-rückwerfen, mich zum Herrn der Weichsel-Niederung machen, einefreie und gesicherte Verbindung mit Danzig eröffnen, Graudenzdeblokiren, die Armee in Ostpreußen Winter-Quartiere beziehenlassen, Verstärkungen aus Rußland abwarten und bei deren An-kunft die Garnison von Danzig durch das ganze L'EstocqscheKorps verstärken, welches stark genug gewesen sein würde, umdem Feinde die Annäherung an die Festung zu verbieten und Di-versionen aus dem linken Ufer der Weichsel zu unternehmen."Wenn man diesen Operationsplan näher ins Auge faßt, soerscheint er eines großen Generals durchaus würdig, vorausge-setzt, daß es die Absicht des Generals Bennigsen war, vor Allemdurch einen überraschenden Anfall und dadurch herbeigeführte Ver-nichtung des französischen linken Flügels ein Gleichgewicht, ja einUebergewicht über die feindliche Armee zu gewinnen, um daraufgestützt, die übrigen Zwecke des Operationsplanes ohne Weitereszu erreichen. Es ist kaum zu zweifeln, daß bei einer vollständi-gen Niederlage des linken Flügels, wodurch zugleich der Ueber-gang bei Thorn verloren gehen mußte, Napoleon es nicht gewagt