Frödau, Wierzbau rc. nach Neidenburg. Der Marsch wurde beidem eingetretenen Regenwetter und den bösen Wegen, besonderszwischen Frödau und Wierzbau, äußerst beschwerlich; Geschütze undWagen blieben in dem morastigen Boden stecken, so daß der Tagabgewartet werden mußte, und Neidenburg (3 Meilen von Us-dau) erst gegen Mittag des 26. Dezembers erreicht werden konnte.Die Brigade Diericke hatte den Weg über Kaemmersdorf einge-schlagen; die Norpostenbrigade des Generals Prittwitz war aufGilgenburg marschirt.
Der M. Ney giebt seinen Verlust in dem Gefecht bei Sol-dau auf 220 Todte und Verwundete an, und unter Letzteren denGeneral v. d. Weidt. Den preußischen Verlust schätzt er auf800 Todte, Verwundete, Deserteurs und Gefangene, 2 Kanonenund 1 Fahne. Preußische Verlustlisten sind nicht vorhanden.
lieber das Gefecht bei Soldau läßt sich wenig sagen. Dieursprünglich getroffenen Anordnungen zur Vertheidigung der Ucber-gänge über die Soldau waren ausreichend, um jeden Versuch derFranzosen, wenn sie auch mit noch so großer Neberlegenheit an-griffen, zurückzuweisen. Das Vorwerfen von Truppen jenseitsdes zu vertheidigenden Defilees, zur Beobachtung der Annäherungdes Feindes, hat sein Gefährliches; wenigstens scheint es zweck-mäßig, sich hierzu nur der Kavallerie zu bedienen, die schnell ge-nug wieder zurückgenommen werden kann. Die späteren Anord-nungen, nach der Zurücknahme des 1. Bats. Besser, haben daöVerhalten der Franzosen und den Ausgang des Gefechts gewis-sermaßen vorgeschrieben. Bei der Vertheidigung von Soldau hal-ten die Franzosen die Neberlegenheit an Zahl, und die größereGewandtheit im zerstreuten Gefecht auf ihrer Seite; der Angriffkonnte daher nicht füglich gelingen, so zweckmäßig er im Allge-meinen, und besonders der Letztere, eingeleitet worden war.
An demselben Tage, am 25. Dezbr-, hatte die andere Divisiondes M. Ney die Vorpostenbrigade des Generals Kall mit großerNebermacht angegriffen, und mit sehr bedeutendem Verlust aufNeidenburg zurückgeworfen. Nähere Details über dieses Gefechtsind nicht auszufinden. Ter General Kall konnte sich nur mitHülfe der von Neidenburg in der Richtung auf Mlawa vorge-
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