Am 26. November traf die Avantgarde des Großherzogsvon Berg bei Blonie auf das Detaschement des Obersten Jur-kowski, das sich nach leichtem Vorpostengefecht über die Utratazurückzog. Bei dem Gasthofe Utrata leistete der Oberst noch eini-gen Widerstand und setzte dann den Rückzug auf Warschau fort.Am 26. und 28. räumte der General Köhler mit der preußischenBesatzung den Ort, verbrannte in der Nacht zum 29. die Schiff-brücke, und ließ die preußischen Truppen unter dem Kommandodes Generals Plötz zu dem Korps des Generals Grafen Kalk-reuth abrücken, so daß die russische Division Sedmoratzki beiWarschau den Franzosen allein gegenüber blieb. Noch am Abenddes 28. zog der Großherzog von Berg an der Spitze der Avant-garde in Warschau ein, da er sogleich von der Räumung benach-richtigt worden war. Am 30. rückte der M. Davout mit derDivision Morand und einem Theil der Division Gudin ebenfallsein; der Rest des Korps kantonirte zwischen Warschau und Blonie.
In der angegebenen augenblicklichen Aufstellung der Fran-zosen an der Weichsel — das 3. Korps bei Warschau, das 5.an der Bzurra, das 7. die Weichsel abwärts von der Bzurra bisWroclawiek — konnte der Großherzog von Berg in wenigenTagen 70,000 Mann bei Warschau oder die Weichsel abwärtsvereinigen, wenn die Russen Miene machten, irgendwo den Stromzur Offensive zu überschreiten, was ohne einen vorhandenen Ueber-gang immer frühzeitig genug entdeckt werden konnte.
Von den noch rückwärtigen französischen Korps war das desM. Ney mit der Avantgarde, der Kavallerie und einer Divisionam 14. November von Magdeburg nach Berlin aufgebrochen, woes am 17. einrückte und sich am 24. und 25. bereits in und beiPosen konzentrirte. Zwei Regimenter der andern Division ver-blieben in Magdeburg, ein Regiment übernahm die Eskorte derGefangenen; der Rest der Division sollte so bald als möglichüber Berlin folgen. Bereits am 29. und 30. mußte der M. Neyvon Posen nach Thorn mit dem Befehl ausbrechen, die Bazar-kämpe bei Thorn zu besetzen, den Uebergang nach derselben zusichern und zu versuchen, sich der Stadt zu bemächtigen. EinPontontrain sollte ihm hierzu nachgesandt werden.