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Stettin verblieben war, um die vom Könige angeordneten Rekru-ten-Aushebungen zu beschützen, und sich allmälig aus Tuchel zu-rückgezogen hatte, am 14. November auf Schwetz zurück. Auchder Oberst Morstein von Auer-Dragonern wurde am 14. bei Delno,aus der Straße von Tuchel nach Graudenz, angegriffen, und zogsich auf Graudenz zurück. Am 18. wurde die Festung vom linkenWeichselufer aus durch einen Obersten des LanneSschen Korps ver-geblich aufgefordert, die Schiffbrücke verbräunt. Der König hattesich bereits am 16. von Graudenz nach Osterode begeben. — Nach-dem sich der General L'Estocq von der Annäherung eines starkenfeindlichen Korps überzeugt hatte, ließ er ebenfalls die Brücke beiThorn am 16. abbrennen, und am 17. traf auch bereits die Avant-garde des M- Lannes in Podgorce, gegenüber von Thorn, ein.Sogleich wurde, ohne von der Anwesenheit preußischer TruppenNotiz zu nehmen, von den Franzosen ein Parlamentair über dieWeichsel an den Magistrat von Thorn mit der Aufforderung ge-schickt, ihnen alle auf dem rechten Ufer befindlichen Fahrzeuge, einigetausend Brote, Schlachtvieh rc. rc. zuzuführen, oder Einäscherungder Stadt zu gewärtigen. Der General L'Estocq beantwortetefür den Magistrat den Antrag ablehnend, doch befand sich derParlamentair noch auf dem rechten Ufer, als die Franzosen be-reits anfingen die Stadt zu beschießen. Das Feuer wurde nichtbeantwortet.
Gegen Abend erschien ein zweiter Parlamentair mit der Dro-hung, die Stadt in Brand zu setzen, wenn sie nicht alsbald ge-räumt würde. Der preußische General wies darauf hin, daß ernicht die Stadt, sondern den Weichselübergang vertheidige, undließ in der Nacht zum 18. ober- und unterhalb Thorn einigeGeschütze hinter Erdanfwürfen placiren, um jeden Uebergangs-versuch ernsthaft zu verhindern.
Am 18. gewahrte man das ganze Korps des M. Lannesam jenseitigen Ufer, und schätzte es auf 16—18,000 Mann miteinigen 20 Geschützen. Eine ansehnliche Batterie beschoß 3 Stun-den lang bis gegen Mittag die Stadt ohne besondern Erfolg.Einige reitende Geschütze beantworteten das Feuer zur Ersparung