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3 : 2, Der Feldzug von 1807. - 1851 (1855)
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Am 9. Nov. rückte der Marschall in Posen ein und sammeltein den nächsten Tagen die ihm untergebenen Truppen in der Ilm-gegend. Die leichte Kavallerie ging sogleich auf Sompolno vor.

Das 5. Korps des M. Lannes, das Erholungsquartierezwischen Stettin und Stargardt bezogen hatte, mußte am 7- No-vember, verstärkt durch die Dragoner-Division Becker, nach Schnei-demühl aufbrechen, wo eS sich am 10. sammelte. Die so ebenbeim Korps eingetroffenen leichten Regimenter dir- 21 und 28waren einstweilen zur Besatzung von Stettin zurückgeblieben. Dieleichte Kavallerie-Brigade Treilhard, welche aus ihrem Wege ei-nen RekrutentranSport aufgehoben hatte, ging sogleich weiter vor,um die preußischen Aushebungen ans dem linken Weichselnfer aufeinen möglichst engen Kreis zu beschränken.

Das 7. Korps des M. Augereau marschirte am 5. und6. November auö dem Hüttenlager vor Berlin über Küstrin ansDriesen, um dem M. Lannes als Soutien zu dienen.

Die Besetzung Posens durch die Franzosen gab das Signalzum allgemeinen Aufstande der Bewohner Südpreußens. Es gin-gen Deputationen nach Berlin, um Napoleon zu bewegen, dieUnabhängigkeit Polens auszusprechen, und der in französischenDiensten stehende General Dombrowski ging alsbald an die Or-ganisation von ä Regimentern aus den von allen Seiten heran-strömenden Freiwilligen. Außerdem wurden alle Maßregeln ge-troffen, um Posen zum Hauptdcpot und Magazin für die weitervorrückenden Truppen zu machen.

In Bezug auf die Unabhängigkeits-Erklärung Polens scheintNapoleon einen Augenblick schwankend gewesen zu sein, denn ei-nerseits mußte durch eine solche Erklärung die Begeisterung derPolen aufs Aeußcrste gesteigert und ihm ein unbedingt ergebenerVerbündeter in ihnen gesichert werden, auf der andern Seite aberführte sie nothwcndig zu einem Kampf auf Leben und Tod mitRußland und zu einem neuen Bruch mit Oestreich, da ohnediesbei der Annäherung der Franzosen auch in dem östreichischen Gal-lizien Bewegungen hervorgerufen wurden, die nur durch die An-wesenheit ößreichischer Streitkräfte niedergehalten werden konnten-Die Deputation, welche die Polen nach Berlin geschickt hatten, hatte

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