zu dcu Festungsbesatzungen verwandt; ein anderer Theil hattesich nach Kolbcrg geworfen nnd wurde dort neu formirt.
An Artillerie und Trains wurden endlich noch nachträglichmobil gemacht: die 12pfündigen Batterien Nr. 32 nnd 38, eineLaboratorien- und 3 Trainkolonnen.
Am 10. Dezember ernannte der König den General Rüchelzum General-Gouverneur von Preußen und zum Ober-Inspekteuraller neuen Formationen. Die provisorischen Bataillone nahmenden Namen Reserve-Bataillone an.
Aus der obigen Darstellung von dem Gange der Neu-For-mationen ist ersichtlich, daß für den ersten Theil des Feldzugesfür das kleine mobile preußische Korps auf keine Nerstärkung zurechnen war, und daß für die Infanterie desselben eine Verstär-kung selbst für den ganzen Krieg nur in geringerem Maße er-folgen konnte. Bedeutender wurden die Infanterie-Formationenfür die Verstärkung der Garnisonen von Kolberg und Danzig,wovon zu seiner Zeit die Rede sein wird. —
Um die geringe preußische Macht, so weit dies durch In-struktionen thunlich war, wenigstens richtig verwandt zu sehen,crtheilte der König am 23. November aus Osterode den Gene-ralen die in der Anlage I". abgedruckte Instruktion, die wohl zumgroßem Theil als von dem Monarchen selbst verfaßt zu betrach-ten ist.
Ueber die Formation des Marwitzschen Freikorps wird sichspäter Gelegenheit finden, das Nähere zu berichten.
Die russische Armee bestand im Jahre 1806 aus:')
1) Infanterie:
11 Bat. Garde-Feldtruppen i 6 500 M
1 Bat. Garde-Garnisontruppen ^.''
l3 Grenadier-Regt. zu 3 Bat., das Bat. zu 626Feuergewehren.27,492
Datus 36,992 M.
1) Wir entnehmen diese Nachrichten ans den Papieren der preußischenOffiziere, welche sich während des Feldzuges bei den Russen als preußischeKommissarien aushielten.