IV
Bennigsen, die Korrespondenzen und Berichte der zu denrussischen Truppen kommandirten preußischen Offiziere, dieunmittelbar nach dem Frieden geschehenen Aufnahmen derSchlacht- und Gefechtsfeldcr mit Eintragungen der Trnp-penstellungen und Bewegungen benutzen. Für die Borgängebei der feindlichen Armee standen ihm, außer dein ge-druckten Material, viele Original-Berichte und Zeichnun-gen und Rapporte und die bei Gnttstadt ansgesangene Kor-respondenz des Marschalls Reh zu Gebote. Endlich darfnicht unerwähnt bleiben, daß der dem Verfasser gestatteteZutritt zu dem Geheimen Staats Archiv für die Betrach-tung der politischen Verhältnisse im hohen Grade förder-lich wurde.
Wenn dem Leser in diesem 2. Theile so manches Be-kannte entgegentritt, so wird dies dadurch erklärlich, daß derVerfasser in früheren Jahren einen großen Theil der Be-gebenheiten auf dem polnisch-preußischen und dem schlesischenKriegstheater in einzelnen Aufsätzen des Militär-Wochen-blatts bereits veröffentlicht hat, und nur eine Umarbeitungveranlassen konnte, wo nettes Material Berichtigungen undVervollständigungen möglich machte.
In den meisten Fällen wird zum Studium des Feld-zuges die Engelhardtsche Karte östlich von Berlin ausrei-chen; nur bei den Betrachtungen von Gefechten und Stel-lungen, welche durch keine Pläne erläutert werden konn-ten, wird die Benutzung von Seetionen der Reiiuannschen,Schrötterschen oder der Textorschen Karte von Ren-Ost-preußen empfohlen werden müssen.
Möchte es dem Verfasser gelungen sein, auch durchdiese Arbeit den jüngeren Kameraden das Studium dervaterländischen Kriegsgeschichte möglichst zu erleichtern.