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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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zug die linke Flanke der Armee zu decken. Der General Rüchelwurde von dem Linksabmarsch des Fürsten unterrichtet und ein-geladcn, hinter dem Werlitzgraben fort auf Apolda, oder gedecktdurch den Fürsten auf der Weimar-Naumburger Chaussee bishinter die Ilm zu marschiren, um gleichmäßig bereit zu sein, denFürsten oder die Hanptarmee zu unterstützen. Der Herzog vonWeimar und der General Winning wurden ersucht, beziehungs-weise ihren Rückzug über Erfurt und Langensalza auf Sömmerdaund Weißensee zu richten und die Unstrut zu überschreiten.Da Napoleon seine Streilkräfte erst im Laufe des 14. allmäligauf dem Schlachtfelde eintreffen sah, so ist es nicht wahrschein-lich, daß er bis zum 14. Abends weiter als bis an die Ilmvordrang, besonders wenn der Fürst mit einigen 30,WO Mannbereit stand, die Nebergänge streitig zu machen. Der GeneralRüchel würde in der angegebenen Aufstellung der Aufforderungdes Königs, die Hauptarmee zu unterstützen, haben Folge gebenkönnen, und die Schlacht bei Auerstädt wäre nicht verloren ge-gangen, vielmehr würde der M. Davout seiner Vernichtung nichtentgangen sein.

Es zeigt die Schlacht bei Jena einen suceessiven Gebrauchder Streitkräfte, der in der neuern Zeit als ein wesentlichesMittel zum Siege betrachtet wird, und dennoch war es geradedie successive Verwendung, welche die Hohenlohe-Rüchelsche Armeezertrümmert hat. Der snceessive Gebrauch der Kräfte hat dieAbsicht, mit geringen Kräften verhältnißmäßig bedeutende feind-liche Kräfte zu beschäftigen, zu ermüden, abzustoßen, und dannmit einer Uebermacht von zurückgehaltenen, frischen Kräften, dieEntscheidung zu geben. In der Verteidigung wird ein solchesVerhalten durch den Beistand eines günstigen Terrains leichterals im Angriff dnrchznsührcn sein. Im Angriff muß der An-greifende den Vcrtheidiger durch lebhaft geführte, langdauerndeTirailleur- und Artillerie-Gefechte, verbunden mit kleinen Massen-Angriffen der Infanterie und Kavallerie, zum vorschnellen Ge-brauch seiner Streitkräfte verführen, um dann in dem Augenblickdie Entscheidung durch frische Massen herbeizuführen, wo der Ver-teidiger keinen ernsten Anfall mehr erwartet. Das ist der Cha-