hundert Schritt entfernt war; eS machte aber wieder Front, gabeine Salve und setzte dann den Rückzug auf Auerstädt fort, dochda das Dorf bereits brannte, überschritt es den Emsbach oberhalbin den Gärten, die Batterie Schölten folgte. Der Feind warfsich nun rechts in die Gebüsche am Fuße des Eckardsberges,schwärmte auseinander und schoß in die Luft. Noch hatte dieBrigade Malschitzky keinen Befehl zum Rückzuge.
Gegen diese Brigade hatte der General Grandeau bereislängere Zeit mit dem ä8. und 111. Regiment') am Busch jen-seits des Thales von Lisdorf gestanden, und über das Dorf wegohne Erfolg mit seiner Artillerie gefeuert. Die Schützen des Re-giments Zeuge dagegen. Endlich drangen die feindlichen Tirail-leurS sehr zahlreich gegen das Puckhvlz vor und beschossen das-selbe lebhaft. Die Schützen wurden zwar durch eine Kompagnieverstärkt, mußten aber dennoch weichen. Das Regiment verlorsehr bedeutend, und die feindlichen Tiraillenrs dehnten sich immerweiter rechts gegen die Gärten von Eckardsberga aus. Endlichwurde auch das Grenadierbataill. Hülsen im Gebüsch rechts vonden Truppen des Generals Petit angegriffen und zog sich an dasRegmt. Zeuge heran, und noch immer war kein Befehl zum Rück-züge eingetroffen. Der General Malschitzky sah endlich, daß sichdas Regmt. Pirch bereits abgezogen hatte und ließ Kehrt machen.Der Rückzug ging nun über die steile Höhe des vordem Eckards-berges, wobei die Truppen auseinander kamen. Die Tirailleurs-schwärme drangen nach; der General Malschitzky wurde verwun-det und gefangen; das Regmt. Zeuge und die Grenadiere warfensich in Unordnung auf Reiödorf zurück. Das GrenadierbataillonSchlieffen auf der Höhe über der Stadt trat nun ebenfalls denRückzug an, Anfangs in Ordnung, dann aber wurden die Gre-nadiere durch die allgemeine Unordnung mit fortgerisscn- DieSchwadronen des Regiments Gcndarmcö zogen sich voran durchReisdorf ab und machten jenseits Front. Der Feind folgte miteiner starken Abthcilung Chasseurs, wagte aber beim Anblick der
1) Das 111. Negmt. scheint vom Hause ans die Umgehung mit unter-nommen zu haben, und nur zurückgehalten worden zu sein.