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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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des Hauptmanns, ihm die französischen Briefe an den König zurBeförderung mitzugeben, erfüllte der Fürst nicht, da er dieselbennicht von der Person des UeberbringerS trennen wollte-

Um Mitternacht ging noch ein Schreiben des Herzogs ausAuerstädt folgenden Inhaltes ein:

Die Armee Sr. Majestät des Königs ist bis Auerstädtvorgerückt und bivouakirt bei diesem Orte. Der Feind hatdie Brücke bei Kösen besetzt, und ist in der Gegend vonNaumburg und in diesem Orte selbst. Nach der Angabeeines gefangenen Chasseurs kommandirt der M- Davout dieseTruppen; über ihre Stärke ist die Angabe sehr verschieden. Die Armee des Königs wird morgen bei Freiburg undLaucha über die Unstrut gehen und dann mit der Avant-garde Weißenfels zu erreichen suchen. Nach der Angabe deSGefangenen steht gegen E. D. Armee der M. Augereau.Bei der Bewegung der Armee deö Königs ist es von deräußersten Wichtigkeit, daß der Feind nicht über die Saalezwischen beide Armeen gehe. Die Besetzung der Ueber-gänge bei Dornburg und Kamburg, besonders mitArtillerie, ist daher von der größten Wichtigkeit. In jedem Fall werden E- D. mit mir einverstanden sein,daß die Bewegungen beider Armeen dahin trachten müssen,daß sie mit einander in der genaueste» und sichersten Ver-bindung sind. Wichtig würde es für die jetzigen Be-wegungen der Armeen sein, wenn dem Feind aus mehrerenPunkten Jalousie und Besorgnisse in Hinsicht unseres Ueber-gangeö gegeben würden. E. D- würden die Bewegung derköniglichen Armee dadurch sehr erleichtern, und vielleicht einenTheil des Feindes von ihr abziehe», wenn dazu sich Gelegen-heit darbieten sollte."

Ein zweiter Brief des Generals Nüchel von 10 Uhr Abends,theilte nur mit, daß nun auch seine Truppen im Lager bei Wei-mar eingetroffen, daß der Herzog von Weimar bei Ilmenau an-gekommen und am >4. bei Erfurt sein könne re. rc.

Noch in der Nacht sandte der Fürst, der seine Ansicht geän-