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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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und kehrte in Unordnung um. Diesen Augenblick glaubten diebei Wolsdorf im ersten Treffen aufgestellten 5 schwachen sächsischenSchwadronen benutzen zu müssen. Sie warfen sich ohne Einheitund Ordnung in die linke Flanke des Feindes; der Prinz selbstsetzte sich an die Spitze; indessen durch eine geschickte Bewegungdes feindlichen zweiten Treffens wurden die Sachsen in beideFlanken genommen und geworfen. Der Prinz bemühte sich dieFliehenden aufzuhalten und zum Frontmachen zu bewegen; dochjeder auf solche Weise neu gebildete Trupp wurde von dem wildenAndrange der Fliehenden und der Sieger sofort über den Haufengeritten. Die im Marsch begriffene Artillerie, die sich theils durchDavonjagen retten wollte, theils die Geschütze stehen ließ, dasmit Hohlwegen durchschnittene Terrain, das Alles vermehrte nochdie Unordnung. Sächsische und französische Husaren befandensich wild durch einander. Der Prinz mußte wohl die Hoffnungaufgeben, das Schicksal des Tages zu wenden und ans seineeigene Rettung bedacht sein, die er nun seinem trefflichen engli-schen Pferde anvertraute, während er sich, um nicht erkannt zuwerden, mit dem Federhut den Orden auf der linken Brust be-deckte. Es würde ihm die Rettung auch gelungen sein, wennnicht beim Reiten durch einen Baumgarten von Wolsdorf undbeim klebersetzen über den Gartenzaun, das Pferd mit dem einenFuße hängen geblieben, der Prinz eingeholt und von einem fran-zösischen nmrüolml-äes-IoAis des 10. Husaren-Regts. einen tiefenHieb in den Hinterkopf empfangeil hätte, und endlich, da er dieAufforderung, sich zu ergeben, mit dem Degen beantwortete, einenStich durch die Brust erhielt. Bereits sterbend scheint der Prinzjenseits des Baumgartens angekommen zu sein, wo ihm vergebenszwei Schimmelpfennigsche Husaren, Aßwend und Gisza, beizu-springen und ihn zu retten versuchten, indem auch das daselbstin weiten Intervallen aufgestellte Bataillon von Schimmelpfennig-Husaren angegriffen und geworfen wurde und der Prinz in die Händeder französischen Husaren fiel, die ihn mit Säbelhieben zerfleischten.')

1) Der mit 1l Hieb- und Stichwunden bedeckte Leichnam des Prinzenwurde von dem Feinde nach Saatfeld und daselbst in die herzogliche Gruft