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1 : 1, Der Feldzug von 1806. - 1850 (1855)
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werde» könnte, so dient der General Tauentzien zur Ver-stärkung der Garnison; ist dieses nicht der Fall, so bleibt ervor Dresden stehen, und sucht durch Bewegungen zwischenDresden und-dem Feinde, demselben zu schaden, und dieKommunikation mit der Armee zu erhalten, jedoch dergestalt,daß er nicht Gefahr laufe, von Dresden abgeschnitten zuwerden. Um seinen Marsch zu beschleunigen, muß er allemögliche, ihm zu Gebote stehenden Mittel anwenden, als:

Tornister fahren lassen rc."

Dies Schreiben traf Nachmittags 3 Uhr beim Fürsten inJena ein. Es war demselben höchst unangenehm, sich der Kräftedes Generals Gr. Tauentzien durch dessen Direktion auf Dres-den beraubt zu sehen, doch fertigte er alsbald seinen Adjutanten,den Rittmeister Marwitz, mit der nöthigen Instruktion ab, meldetedem Herzog um 5» Uhr das Geschehene, und empfahl ihm noch»mals die Genehmigung des Marsches seines Korps nach denHöhen von Pöllnitz.')

In dieser Zeit traf der Bericht des Generals Gr. Tauentzienvom 8. Abends 9 Uhr aus Schleiz beim Fürsten ein, wonachder Posten von Saalburg verlassen worden, der General aberkeinen Mann verloren hatte, und am 9. nach Neustadt marschirenwollte. Aus diesem günstigen Bericht schloß der Fürst, daß der

I) Die sogenannte Stellung bei Mittel-Pöllnitz hatte den strategischenVortheil, daß sie die Rückzugs-Linie über Gera und Leipzig auf Wittenbergsenkrecht hinter sich hatte, und daß sie einen Rückzug über Eisenberg ausNaumburg und Magdeburg und den aus Altenburg und Dresden unterUmständen gestattete. Taktisch war die Stellung indessen nicht einladend.Der von Ober-Pöllnitz kommende kleine Bach bildet weder durch seine Tiefenoch durch die Beschaffenheit des Wiesengrundes, den er durchfließt, ein> Fronthinderniß, es sei denn, daß man die Zeit erübrigt hatte, eine Ueber-schwemmung zu bewerkstelligen. Sowohl der Grund als das bedeutendeDorf Mittel-Pöllnitz und die flach gewellten Höhen des linken Ufers desBaches werden vollständig vom rechten Ufer eingesehen, und wollte man mitder Aufstellung bis Geroda und Perstendorf zurückgehen, um dem DominirenZu begegnen, so trat das Unangenehme ein, daß unmittelbar hinter den dor-tigen Defileen die Straßen nach Eisenberg und nach Gera in Waldungeneingehen, welche den Rückzug auf die Straßen selbst beschränken.

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