zerrisse» werden, sondern es könnte nach meiner geringenEinsicht große Folgen haben; dabei scheint es mir, wäre dieKavallerie nicht erponirt, da die französische Kavallerie schonam weitesten vor ist, und wenn Höchstdieselben annehmen,daß es in Sachsen zu einer Bataille kommt, so könnte dieseKavallerie wohl noch über Hildburghausen zeitig genug her-angezogen werden- 10 Eskadr. von Rudorf stehen heuteschon wirklich an der Werra." re.
Weiter erfuhr man, daß der M. Bernadette am 7. seinQuartier in Nordhalben gehabt, daß das Davoutsche Korps ihmfolge und beide auf Lobenstein vorgingen, daß Napoleon eineProklamation erlassen und in Kronach am 8. erwartet werde,daß Koburg in der Nacht zum 8. überfallen und der dortige Hu-sarenposten vertrieben worden sei.
Man sah nunmehr ziemlich klar, was von den Franzosenzu erwarten sei. Der Vorschlag des Hauptmannö Müffling fandEingang, jedoch hielt der Herzog von Braunschweig die nach dem-selben vorzuschiebende Kavallerie für zu erponirt, um ihr nichtein Repli zu gewähren. Um 1 Uhr Mittags wurden daher fol-gende Befehle erlassen:
Für die Hauptarmee:
Der Herzog von Weimar soll das Regiment Rudorf-Husaren und 2 reit. Batterie, so wie diejenige leichte Infanterie,die für nöthig erachtet wird, gegen die fränkische Saale Vorgehenlassen und bis Schweinfurt poussiren, um zu sehen, was derFeind etwa noch in dortiger Gegend zurückgelassen, thunlicherweiseGefangene zu machen, die von ihm ausgeschriebenen Lebensmittelfortzunehmen und dem Feinde so viel als immer möglich Jalousiein dessen Rücken zu geben. Mit dem Gros der Avantgarde sollder Herzog, nachdem er zu Schmalkalden eine Reserve von In-fanterie und etwas Kavallerie stehen gelassen, bis Meiningen Vor-gehen, demnächst die Husaren wieder aufnehmen, und falls sichnichts vom Feinde oder nur eine unbeträchtliche Anzahl findet,entweder über Tambach oder über Oberhof zur Armee nach Arn-stadt zurückgehen. Mit den Vorposten des Generals Nüchel sollsich der Herzog in Verbindung zu halten suchen-