oder Frankfurt vorzurücken, um der gegen Sachsen vordringendenfranzösischen Armee die direkte Kommunikation mit dem Rhein undFrankreich abzuschneiden, selbiger empfindliche Schläge in Flankeund Rücken beizubringen, und dadurch auch die Staaten des Kur-fürsten von Hessen zu sichern.
4) In Westphalen wird unter dem General Blücher einObservationskorps von 10 Bataill-, 15 Schwadr. an der Emsoder für jetzt bei Münster verbleiben, um Wesel und Holland zubeobachten. Dieses Korps muß äußerst mobil sein, um seineBewegungen mit denen des Korps in Hessen in einige Verbin-dung zu bringen, auch die Verbindungen mit selbigem zu er-halten.
5) Das Korps des Generals Grafen Kalkreuth bricht nachdem mit Schweden getroffenen Definitiv-Arrangement sogleich ausund marschirt über Berlin und Wittenberg nach der Gegend vonLeipzig, um der Hauptarmce zur Reserve zu dienen, oder selbigenach den Umständen sogleich zu verstärken.
6) Das westpreußische Reservekorps unter dem Herzog Eugenvon Württemberg, welches vermöge seiner weiten Entfernung nurspät eintreffen kann, muß sich wenigstens größtentheils bei Küstrinsammeln, dann aber die Oder passtren und seinen Marsch aufFürstenwalde am rechten Spreeufer richten. Ist es nothwendig,so kann es auch sogleich gegen die Elbe vorrücken; die Truppenpassiren dann die Spree bei Fürstenwalde und setzen ihren Marschauf Torgau und Mühlberg fort, um der Armee in Sachsenä portuv zu sein-
7) Man muß dem Feinde so früh als möglich eine Haupt-schlacht in Sachsen zu liefern suchen, ehe der Enthusiasmus, wel-cher die Armee beseelt, abnimmt, und ihre Kraft durch Fatiguenerschöpft wird. Je früher diese Schlacht mit glücklichem Erfolggeliefert wird, je eher werden Frankreichs heimliche Feinde über-all öffentlich auftreten, man entfernt den Schauplatz deS Kriegesum so weiter von den preußischen und den befreundeten Staaten,und kann hoffen, die Armee in der späten und rauheren Jahres-zeit mehr zu schonen, wenn der die gerechte Sache krönende Siegdie Feinde zum Rückzüge zwingt.