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gegebenen Befehls znr Folge hatte, und daß in der preußischenArmee trotz dieser Strenge des Gehorsams und neben der großenAchtung des jüngeren Offiziers vor dem älteren, immer der Offi-zier als solcher auch vou dem Höchsten respektirt wurde. In dempreußischen Offizier herrschte im Allgemeinen ein reges Gefühl fürEhre, und in dem jüngeren Offizier, der noch nicht wie der Kom-pagniechef durch die mehrfach berührten Verhältnisse Feind desKrieges geworden war, ein frischer, ritterlicher, ächt militärischerGeist, und wer daran zweifeln sollte, sehe die Armee in den Jah-ren von 1812—!8l5, wo cs die Offiziere der Armee des Jahres1800 waren, welche durch Tapferkeit, Vaterlandsliebe und Selbst-verläugnung mit Recht als Vorbilder aller Zeiten betrachtet werdenmüssen.')
Dies war ungefähr die Beschaffenheit der preußischen Armeedes Jahres 1806. Man hatte zwar seit dem Jahre 1803 eineMilitär-Organisations-Kommissio» ernannt, und diese hatte 1806im Frühjahr Entwürfe zu Verbesserungen gemacht, von denen auchdiejenigen, welche die Infanterie betrafen, unterm 5. Juli vomKönige genehmigt wurden, indessen traten die kriegerischen Be-wegungen der endlichen Ausführung störend entgegen. Die Ent-würfe bestanden etwa in Folgendem:
1) Die Infanterie-Regimenter sollen künftig statt in zwei indrei Feldbataillone je zu 840 Köpfen und zu 4 Kompagnien for-mirt, die Zahl der Schützen von 100 auf 140 vermehrt werden;das 3. Musketier-Bataillon soll eingehen, und statt dessen jedesRegiment ein Depot von 131 Mann zurücklassen.
2) Bei der Artillerie sollen die Mörser- und die VpfündigenHaubitz-Batterieu eingehen, die Zahl der 12pfündigen Batterienauf 18 herabgesetzt, dagegen 16 Batterien leichter 6pfünder zu6 Kanonen und 2 — Vpfündigeu Haubitzen als Liuienbatterienformirt werden. Man glaubte im Gegensatz der älteren Ansicht,
I) Von den Offizieren der Armee des Jahres 180b find in dem Feld-zuge von 180^ 191 Offiziere und in den fpätern Feldzügen bis 1815272 Offiziere geblieben oder an Wunden gestorben; zusammen 463 Offiziere.