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lickste angemessen; sie bestanden bei der Infanterie i» nichts alsder kurzen Uniform mit angenähtem Wcstenschoß, einer Unterzieh-jacke, einem Paar kurzen, weißen Hosen mit Stiefeletten undSchuhen, und einem kleine» Hut oder einer eben so wenig schützen-den Grenadicrmützc. Von Mänteln war beim Fußsoldaten nichtdie Rede, so daß derselbe jeder Witterung preisgegeben war, einBivouak in vorgerückter Jahreszeit unmöglich, und das Lagernunter Zelten geboten wurde. Die Jäger und Kavalleristen hattenMäntel, doch lagerte die schwere Kavallerie ebenfalls unter Zelten;den Füsilieren wurden statt der Zelte Decken geliefert.')
Zn dieser durch die Etats gebotenen elenden Bekleidung kamnoch der Uebelstand hinzu, daß die Oekonomie ganz in die Händeder Kompagnie- und Schwadrons-Chefs gegeben war, die nurdie Stoffe geliefert bekamen, und nun leider oster, wenn nicht amMaterial, so doch am Macherlohn große Ersparnisse zu machensuchte», so daß dadurch die jämmerliche Ausstattung deS Sol-daten nur noch mehr verkümmert wurde.
Mit dem Lagern unter Zellen trat die Mitführung einesungeheuer» Trosses in genaue Verbindung, und die Erzählungder Begebenheiten wird Nachweisen, wie die große Schwierigkeitzu bivouakiren, da wo die Zelte verloren gegangen waren, wesent-lich mit zur Zerstörung der Armee beigctragen hat. Zum Trans-port der Gemcinen-Zeltc und der Kochkessel waren für die Linicn-Jnfanterie, schwere Kavallerie und Artillerie 5,i>83 Packpferde, zum
Wie sehr dieser elende Anzug im Anslande ansfiel, beweist das Er-staunen der Holländer Leim Einriicken der Preußen in die Republik imJahre 1787. Ein holländischer Schriftsteller in der Schrift: „Tie Preußenvor Europas Richterstuhl angcklagt re." sagt darüber:
„düe preußische Miliz stellt das Bild der entsetzlichsten Dürftigkeit dar.Tie langen hagern Soldaten, mit Schultern, die sich unter den Stock-schlägen krümmen, sehen eher cnrollirtrn Galeeren. Sklaven als Kriegs-leuten ähnlich. Man hat ihre Kleidung hier zu Lande mit der Klei-dung der Assen verglichen, welche die Bärenführer auf den Straßentanzen lassen: eine Bergleichung, die freilich nicht edel klingt, die aberdoch den angemessensten Begriff darbietet, wie die Infanterie gehaltenwird ...."