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hessischen Hofe erst Ende August gemacht, dem Elfteren durch denFlügeladjutanten Major Grafen Götzen, dem Letzteren durch denGeneral Rüchel. Graf Götzen fand den Kurfürsten von Sachsen,wenn auch nicht gerade eifrig geneigt für das Bündniß und fürden Krieg gegen Frankreich, doch wenigstens entschieden genug,um sich in das Unvermeidliche zu fügen. Der Kurfürst erklärte,daß, sobald die preußischen Truppen über die Grenze gerückt, alsodas Land gegen die Franzosen gesichert sein würde, er seinesämmtlichen Truppen zur Verfügung des Königs stellen wolle,und stellte nur die Bedingung, daß Dresden nicht zum Waffen-platz gemacht werde.
Mit Hessen konnte man zn keinem Abschluß kommen. Solange sich die Unterhandlungen um ein Bündniß drehten, welchesdem Kurfürsten Vortheile, ja Gebietsvergrößerungen verhieß, hat-ten sie guten Fortgang gehabt. Sobald es sich aber darum han-delte, die guten Gesinnungen für Preußen durch Opfer zu betä-tigen, suchte der Kurfürst jede entschiedene Erklärung zu vermeidenund das Haugwitz'sche System der Neutralität im Kleinen durch-zuführen. Die weiteren Verhandlungen mit dem Kurfürsten wer-den sich aus dem Verlauf der militärischen Operationen ergeben.
Die übrigen norddeutschen Fürsten wurden lediglich aufge-fordert, zu dem Unterhalt der preußischen Armee durch Lieferungengegen spätere Bezahlung beizutragen, und mit Ausnahme vonMecklenburg-Schwerin, welches zur Aufrechthaltung seiner Neu-tralität jede Hülfsleistung ablehnte,') versprachen sie sämmtlichmit mehr oder weniger Bereitwilligkeit dem Verlangen Preußensentgcgenzukommen. Nur der Herzog von Weimar, der als Ge-neral selbst in preußischen Diensten stand, stellte ein Scharfschützen-Bataillon und 40 Husaren dem Könige zur Disposition.
Aus allen Maßregeln gegen die Mächte, auf deren Unter-
1) Der Herzog sagte unter Anderm in seinem Antwortschreiben: „Sodankbar er den königlichen Schutz verehre und benutzen würde, wenner sich in Gesahr glaube, so dringend müsse er sich dagegen unter denjetzigen Umständen eine Beitragsleistnng zn der Last der Verpflegung gänzlichverbitten." Man erwiederte natürlich, die Truppen würden n'öthigenfalls dieRequisitionen selbst betreiben.