Frankreich verblieben. England betrieb den Krieg nur zur See;Rußland in kleinem Maßstabe an den Mündungen des Cattaroans der dalmatischen Küste, welche nach dem Preßburger Friedenvon Oestrcich an Frankreich abgetreten worden waren, und derenunerwartete Besetzung durch Rußland, Napoleon einen angeneh-men Borwand gab, seine Armee wider die Bestimmung des Frie-dens noch in Deutschland zn belassen.
Nachdem Rußland und England sich dahin geeinigt hatten,daß jeder Staat für sich verhandeln wolle, waren die Unterhand-lungen Mitte Juni in Paris eröffnet worden. England verlangtenatürlich als conditio sine cina non die Rückgabe Hannovers,und sie wurde ohne Weiteres zugestanden, indem man Preußenanderweitig, mit Fulda und andern Kleinigkeiten, glaubte entschä-digen zu können, obgleich Talleyrand wiederholentlich dem MarquisLuchesini erklärt hatte, daß Napoleon sich niemals von den ein-gegangenen Verpflichtungen über Hannover entfernen werde, wohlaber darauf rechne, daß Preußen bei dem möglicherweise neu ent-brennenden Kriege mit allem Ernst auf die Seite Frankreichs tre-ten werde. — Aehnlich verfuhr man im Vertrage mit Rußland,der am 20. Juli abgeschlossen, aber vom Kaiser Alexander nichtratificirt wurde. In dem Artikel VIII. verpflichten sich beide Staa-ten, den Frieden zwischen Preußen und Schweden herzustellen, dochin einem geheimen Artikel wurde hinzugefügt: „ohne von diesemSouverain (von Schweden) das Opfer von Schwedisch-Pommernzn fordern." Nun hatte aber gerade Napoleon den König mehr-fach auffordern lassen, sich der deutschen Besitzungen Schwedenszu bemächtigen, und nur an des Königs rechtlichem Sinn wardas Projekt gescheitert. In einer Note vom 16. Mai sagt dasfranzösische Ministerium: „Der Besitz von Schwedisch-Pommernist Seiner Majestät von Preußen so sehr zusagend, daß man diedargcbotene Gelegenheit nicht Vorbeigehen lassen darf, sich dasselbeauf gesetzlichem Wege anzueigncn." Noch unterm 10. Juli hatteTalleyrand zum Marquis Luchesini gesagt: „Napoleon bewun-dere die Geduld des Königs gegen Schweden, das ihm allenersinnlichen Schaden zufüge; der König sei aufznfordern, schnell