Frieden zn Königen gemachten Beherrscher von Bayern undWürttemberg — vertheilten unter einander die in ihrem Bereichliegenden Gebiete ihrer deutschen Müstände nnd der unmittelbarenReichsritterschaft, schlossen mit Frankreich ein Schutz- und Trutz-bündniß und den unter dem Namen des Rheinbundes bekann-ten Vertrag, durch welchen sie sich von dem deutschen Reichsver-bande förmlich und für immer lossagten, sich für souverain er-klärten, und den Kaiser der Franzosen als Protektor — zu deutschOberherrn — anerkannten.
Unter den zahlreichen Opfern dieser Eigenmächtigkeit, welchemit Verlust ihrer Landeshoheit die Gebiete der neuen Sonverainevergrößern mußten und mediatisirt wurden, befand sich auch miteinigen LandeStheilen der Prinz von Oranien, ehemaliger Erb-statthalter von Holland und Schwager des Königs, trotzdem, daßin den geheimen Artikeln des Vertrages von Berlin, Frankreichsich besonders verpflichtet hatte, die Versorgung dieser fürstlichenFamilie zu übernehmen, trotzdem daß noch im Mai 1802 eineigener Vertrag in derselben Absicht geschlossen worden war.
Ferner wurde am 29. Juli Wesel dem französischen Reicheeinverleibt, obgleich diese Festung, im Besitz von Mürat, bereitsso gut wie französisch war, und das Clevische durch den Vertragvom 15. Februar an einen von Napoleon zu bezeichnenden Für-sten nnd nicht an Frankreich abgetreten worden war.
Am 1. August wurde endlich dem Reichstag zu Regensburgso wie dem Kaiser eine einfache Anzeige von der Rheinbundsakteund von der Erklärung Napoleons gemacht, daß derselbe den wei-teren Bestand der Reichsverfassung nicht anerkenne. Die Folgewar die Abdankung des Kaisers Franz als Kaiser von Deutsch-land am 6. August, nachdem Napoleon dem östreichischen Ge-sandten erklärt hatte, daß er den Preßburger Frieden als nichterfüllt betrachten, auch seine Truppen nicht aus Deutschland zu-rückziehen werde, bevor der Kaiser nicht den Rheinbund anerkanntund sich seiner Eigenschaft als deutscher Kaiser begeben habe-. Zu derselben Zeit war auch dem Könige durch den Gesand-ten La Forest von den Veränderungen in Deutschland Mitthei-lung gemacht und in der Note gesagt worden: „Seine Majestät