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so langsam/) daß er erst am 20. November Prag erreichte, woer vom Preußischen Gesandten in Wien, dem Grafen Finkenstein,über den Stand der Dinge unterrichtet wurde- In Nenhof fander den russischen Grafen Nowozilzof, der ihn im Namen seinesKaisers zur Beschleunigung der Reise antreiben und ihm mit-theilen sollte, daß der Kaiser Franz wegen Dringlichkeit der Um-stände sich entschlossen habe, den Grafen Stadion in das fran-zösische Hauptquartier zu senden, um in Gemeinschaft mit dempreußischen Bevollmächtigten zu unterhandeln.
Schon in Prag hatte der Gras Haugwitz von der Prokla-mation des deutschen Kaisers Kenntniß erhalten, in welcher demVolke mitgetheilt wurde, daß Napoleon einen Waffenstillstand nurunter annehmbaren Bedingungen eingehen wolle, daß aber nun-mehr Preußen der Koalition beigetreten sei. Der Graf war alsoüber Alles, namentlich über die Verlegenheit, in welcher sich Oest-reich befand, völlig aufgeklärt.
Ju Jglau wurde der Graf Haugwitz von dem MarschallBernadotte auf Befehl unter dem Vorgeben angehalten, daßNapoleon ihn daselbst zu sprechen «wünschte, doch nach zweiTagen kam eine Einladung nach Brünn, wo der Graf dennendlich am 28., nachdem der Graf Stadion bereits abgereistwar, eintraf und Nachmittags eine Unterredung mit Napoleonhatte, aus welcher offenbar hervorging, daß derselbe Kenntnißvon dem Inhalt des Potsdamer Vertrages hatte. Dessenunge-achtet scheint der Graf Haugwitz sich nicht seinem Aufträgegemäß vollständig ausgesprochen, sondern lediglich die Vermitte-lung Preußens angeboten zu haben, die Napoleon nur unterder Bedingung annehmen wollte, wenn es keiner Macht ge-stattet würde, während der Unterhandlungen die Grenzen Hol-lands zu überschreiten, und wenn der Garnison von Hamelnein Verpflcgungsrayon angewiesen würde- Von unmittelbarerEinstellung der Feindseligkeiten, wie es der Potsdamer Ver-
1) Der Gras hat zu seiner Rechtfertigung angegeben, der Herzog vonBraunschweig habe ihn gebeten sich dergestalt einzurichten, daß die preußischeArmee nicht vor dem 22. Dezember die Feindseligkeiten eröffnen dürfe.