im eigentlichen Sinne Staaten und nicht französische Provinzensein würden. Es kostete dem Kabinette von St. Cloud nur einWort, um ihnen ihre Unabhängigkeit zu rauben. Man erfanddie Benennung: das große Reich, und war sofort von nichtsals Vasallen umringt.
Von dem Traktate war also keine Spur mehr vorhanden.Und Preußen fuhr fort, seine Häfen gegen England zu verschlie-ßen! Und Preußen glaubte uoch immer Verpflichtungen auf sichzu haben.
Der Kaiser benachrichtigte endlich Seine Majestät, daß es ihmgefallen habe, das teutsche Reich aufzulösen, und einen Rheini-schen Bund zu stiften, und forderte den König auf, einen ähn-lichen Bund im nördlichen Teutschland zu Stande zu bringen.Das war die gewöhnliche und lange mit Erfolg gekrönte Taktik,im Augenblicke der Geburt eiues neuen Projekts, den Höfen, diediesem Projekt Schwierigkeiten in den Weg legen konnten, irgendeine Lockspeise darzubieten. Der König ergriff die Idee einessolchen Bundes; nicht etwa, als wenn jene, nun längst schongewürdigten Rathschläge, den geringsten Eindruck aus Ihn ge-macht hätten,, wohl aber, weil in der That die Umstände Ihndazu verpflichteten, und weil nach dem Abfälle der zum Rhein-bünde übergetretenen Fürsten, eine enge Verbindung zwischenden Nördlichen mehr als je die Bedingung ihrer Sicherheit war.Der König beschäftigte sich damit, aber glücklicher Weise nachandern Grundsätzen als denen Seines Musters. Er setzte SeinenStolz darin, die letzten Teutschen unter Seine Fahnen zu ver-sammeln; aber die Rechte eiues jeden sollten unverletzt bleiben,und die Ehre allein die Verbündeten aneinander knüpfe».
Aber Frankreich sollte den König zu einer Maßregel aufge-fordert haben, die nützlich für Preußen gewesen wäre! Wir wer-den bald sehen, was es heißt, wenn Frankreich mit Gunstbezeu-gungen austritt-
Zuvörderst hatte mau Sorge getragen, in das Grundstatutdes Rheinbundes einen Artikel einzuführen, welcher den Keim zuallen künftigen Ilmgriffen enthielt. Man erbot sich uoch andereFürsten in diesen Bund aufzunehmen, wenn sie Verlangen dazu