marschiren, sich zum Theil links nach dem Hörter- und Mühlen-thor zu wenden.^
Zur Erklärung dieses allerdings dem Anscheine nach üblenVerhaltens der Artillerie hat der General-Major a. D- Roth,der zur Zeit mit im Rondel bei den daselbst aufgestellten Ge-schützen beschäftigt war, dem Verfasser erst bei Beendigung deSDrucks der 2ten Auflage Mittheilnngen gemacht, die hier nach-träglich ausgenommen werden, da sie zur Rechtfertigung jenerArtillerie und zur Aufklärung des unglücklichen Ereignisses amBurgthor beitragen können. —
Am 5. November Nachmittags hatten sowohl die ^ 12pftge.Batterie Kühnemann II-, als die 6pfdge. Batterie Thadden aufdem Marsch nach Lübeck den Befehl erhalten, bei ihrem Eintref-fen das zwischen der Wackenitz und dem Burgthor belegene Bastionzn besehen. Als die Artillerie im Dunkeln auf der angewiesenenStelle ankam und daselbst kein Bastion fand, blieb sie vor demBurgthor halten, um weitere Befehle abzuwarten; die Mannschaftwurde einquartiert, die Bespannung blieb bei den Geschützen.
Nach den eingegangenen Erkundigungen war das Bastionan der Wackenitz im Jahre zuvor abgetragen worden, um einegerade Straße vor dem Burgthor zn gewinnen, die der starkeVerkehr erforderte, indem die alte Straße sich vom Burgthor linksnach der Trave wandte, wobei sie auf der linken Seite von derStadtmauer, auf der rechten Seite von dem Walle des Bastionsund der Kurtiue begrenzt und dadurch sehr beengt wurde. Nahean der Trave lag noch die Brücke über den noch nicht völligausgefüllten Kurtinengraben, von der die Straße durch die Ger-truden-Vorstadt führte. Von dem eiugeebneten Bastion war nochder nicht gänzlich verschüttete Graben der rechten Face und Flankezu erkennen; die linke Face und Flanke hatte dem neuen WegePlatz gemacht. Um das Wacht- und Einnehmer-HauS mit indie Stadtumwallung zn ziehen, war auf dem eingeebneteu Platzvor dem Burgthvr ein Gitter gearbeitet worden, das den Raumvor dem Thore in einem Halbkreis von etwa 80 Schritt Durch-messer umschloß. Dieses 7' hohe und 3" starke Gitter stand aufeiner 2^ hohen Fundamentmauer, auf welche im Abstande von