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wurde die Besatzung auf den gedeckten Weg wieder beschränkt undnur das Franken-Retrauchement behielt die Vorposten in freiemFelde. Das Gefecht vom 6. hatte den Schweden 130 Mann,den Franzosen gegen 300 Mann an Tvdten und Verwundetengekostet.
Am 15- August war ungeachtet des lebhaften Feuers derFestung die Kontravallation vollständig beendet, und da auch dieBelagerungs-Artillerie in hinlänglicher Stärke eiugetroffen war,wurde um 0 Uhr Abends, unter dem Schutz einer dichten Tirail-lcnr-Linie, die sich in Löchern postirt hatte, durch 6—7000 Arbei-ter in der mittler» Entfernung von etwa 500 Schritt vor derFront des Glacis des Franken-Retranchements und der beidenBrückenköpfe die erste Parallele eröffnet. Das Feuer der Werkekonnte nicht verhindern, daß nicht mit Tages-Anbruch des 16tendie nöthigc Deckung bereits gewonnen war. Der Verlust der Fran-zosen betrug nur 79 Todte und Verwundete.
Nach 4 Tagen waren bei den großen Mitteln die Angriffs-arbeiten ans allen 2 Seiten, trotz des kräftigen Feuers der Fe-stungs-Artillerie, auf eine überraschende Weise vorgerückt. Die Be-lagerer hatten sich mit ihren Laufgräben unter dem Schutz vonTirailleurs, welche unausgesetzt die Scharten beschossen, und vonMörser-Batterien, der Festung bedeutend genähert, und arbeitetencmsig an der Armirung der Batterien, um das Bombardementsofort zu beginnen").
In der Stadt herrschte bei diesen drohenden Anstalten großeUnruhe- Schon am 28. Juli hatte die Bürgerschaft sich durchihre Aeltestcn an den König mit der Bitte gewandt, die Stadtnicht den Kriegsgefahren auszusetzen. AlS eine abschlägige Ant-wort crtheilt wurde, flüchtete ein Theil der Bürger anS Furcht voreinem Bombardement bereits mit der Habe nach der Insel Rü-gen. Am 18. August wiederholten Magistrat und Bürgerschaft
1) Ohne Plan von Stralsund ist da« Verständnis; der Belagerungsar-beiten zu gering, um mehr als hier gesagt worden, zn geben, auch liegt eswohl außerhalb der Bestimmung der Darstellung, in Details einzngehen, andenen keine preußischen Truppen Theil genommen haben.
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