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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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Am 17. Mai warf der Feind einige Bomben die ersten aus dem Fort Napoleon nach der Stadt, doch nur eine ein-zige fiel mitten in dieselbe. Gleichzeitig schoß der Feind ^pfun-dige Kugeln, wahrscheinlich aus Haubitzen, da er noch keine 24Pfdr.besaß, nach der Stadt, wodurch ein Musketier auf dem Marktzum Tode verwundet wurde.

Trotz der angestrengtesten Arbeit war die Wolfsberg-Schanzenoch fern von ihrer Vollendung. Das rechte Blockhaus war erstzur Hälfte mit Bohlen verschlagen; zu dem in der Mitte warenerst die Ständer gesetzt und das linke eristirte noch gar nicht; derGraben hatte erst eine Tiefe von 5^, die Brustwehr eine Höhevon 26 Um dessenungeachtet gegen einen Angriff in etwas ge-deckt zu sein, sollte ein Theil der zur Vertheidigung bestimmtenInfanterie hinter dem äußern Grabenrande, an welchem zu demEnde ein Banket angebracht war, Aufstellung erhalten, und eineReserve mit einem eisernen 6 Pfänder in der Schanze selbst bereitstehen. In dieser Verfassung befand sich die Schanze, als derFeind in der Nacht zum 18. Mai zum zweitenmal angriff.

Unter Anführung des Generals Tenliü gingen 1600 Ita-liener, Württemberger und Polen, die 100 Schützen der beidenherzoglich-sächsischen Linien-Bataillone und 600 mit Schanzzeugund Gewehren ausgerüstete Arbeiter auf das Binnenfeld über. Inder Schanze kommandirte der Premier-Lieut. Rehden mit 160Mann des 2. pommerschen Reserve-Bataillons; der Major Gneise-nau hielt eine Reserve in Bereitschaft, da er überzeugt war, daßder Feind bald einen Angriff unternehmen würde. Um 10^ Uhrin der Nacht drang der Feind schnell durch die Vorpostenkette, sodaß er mit den Posten zugleich vor der Schanze eintraf. DerFeind hatte an seiner Spitze etwa 500 Mann zum Angriff, denendie bewaffneten Arbeiter folgten; hinter diesen fuhren 2 Kanonenund 1 Haubitze; hierauf folgten wieder zwei Reserven. Nach einemlebhaft n Feuer der Besatzung folgte der Sturm mit wüthendemGeschrei. Die wackern jungen Pommern wehrten sich wie ver-suchte alte Soldaten. Sie wurden endlich überwältigt. Von 160Mann blieben der Fähnrich Dombrowski und 37 Mann, 17 Mannwaren verwundet; der Lieutenant Rehden mit 2 Unteroffizieren