gegen Malchow vor, ließ daselbst die Brücke über die Grabowabtragen und die übrigen Uebergänge oberhalb der Straße undunterhalb bis zur Mündung besetzen. Gleich nach dem Abmarschder Schillschen Kavallerie wurde Köslin durch 150 M. italieni-scher Infanterie und einige polnische Kavallerie besetzt.
Aus eine weitere Nachricht vom Anrücken des Feindes ver-ließ der Lieutenant Brüunow seine Aufstellung an der Grabowund marschirte nach Schlawe, von wo er nach Stolpe und nachder westpreußischen Grenze patrouilliren ließ. Eine von diesenPatrouillen von 15 Pferden, unter dem Unteroffizier Klein, stießin der Umgegend von Stolpe auf ein Detaschement von 50 pol-nischen Pferden, hatte die Keckheit den Feind anzugreifen, wurdeaber bis auf 2 Manu gefangen genommen Aus die Nachrichtvon diesem Unfall eilte der Lieutenant Brünnow nach Stolpe,woselbst er sich einquartierte. Durch Bauern erhielt er daselbstdie Nachricht, daß in die 1^ Meilen von Stolpe auf der Dan-ziger Straße liegenden Dörfer Manewitz und Sageritz ein De-taschement sächsischer und polnischer Kavallerie — 150 Pferdestark — eingerückt sei. Am 18. März vor Tagesanbruch brachder Lieutenant Brünnow auf und gelangte unentdeckt bis vorManewitz. Das Dorf in der Front dnrch einen Mühlenteich undeinen kleinen Bach gedeckt, konnte wegen des vielen Eises undSchnee's auf den Wiesen nach der Ansicht des Lieutenants Brün-now nicht umgangen und daher nur auf dem Damme der gro-ßen Straße erreicht werden. Er ertheilte dem Lieutenant Nor-mann mit dem Vortrupp den Befehl, durch das Dorf zu sprengenund sich jenseits zu setzen. Der Feind, der an diesem Tage denMarsch hatte fortsetzen wollen, war mit einzelnen Abtheilungenbereits im Ausrücken, der Rest noch in den Quartieren. DerLieutenant Normann wurde in der Dorfstraße durch Karabiner-feuer empfangen und machte kehrt. Der Lieutenant Diezelsky,der mit seiner Schwadron zunächst gefolgt war und mit den erstenZügen bereits den Damm überschritten hatte, besann sich keinen
1) Die Gefangenen nahmen Dienste beim Feinde und kamen spätermit Waffen und Pferden wieder zum Schill'schen Korps.