desselben liegende, dreistöckige und in starken Mauern aufgeführteMaschinenhaus enthielt eine Dampfmaschine, welche die vom Salz-berg durch unterirdische Röhren heraugeleitete Sohle in das Gra-dirwerk hinaushob. Die Oeffnungen des Erdgeschosses des Ge-bäudes wurden bis auf einen Eingang vermauert, dieser durcheine starke Thüre geschlossen und durch einen Tambour gesichert.Im ersten Stock wurden 2 —6 Pfänder auf Schlitten ausgestellt,um das Gradirwerk und die anliegende Gegend zu bestreichen.Eine Verbindung mit der Festung, und dadurch einen zweiten Zu-gang zum Gebäude, erzielte man dadurch, daß man vom Bodendes Hauses eine Zugbrücke nach dem Gradirwerke anlegte, aufwelchem Letzteren man zur Salinen-Nöhrbrücke über den Floß-graben gelangen konnte, die daher auch nicht abgetragen, sondernnur mit Fußangeln belegt und später von einer Batterie mit2—6Pfündern auf dem Salzberge rasant bestrichen wurde.
Auf dem rechten Ufer der Persante wurde zwischen dem FortMünde und der Kirchhofs-Schanze eine Flesche s gearbeitet undalles Strauchwerk vor der Münde entfernt.
Zur Festhaltung des besonders wichtigen Binnenfeldes be-schloß man zwar am 29. März den Wolfsberg zu befestigen; eswurde derselbe auch am 4. April besetzt und mit der Anlage einesWerkes der Anfang gemacht; indessen wurde die Arbeit bald lie-gen gelassen. Warum? ist nicht recht zu ermitteln gewesen; esheißt, man habe erst die Arbeiten an der Maykuhle beenden wollen.An Arbeitern konnte es zur Zeit beinahe nicht fehlen, da mangut bezahlte — 6 gGr. bei Tage und 10 gGr. bei Nacht —und eS weder an armen Einwohnern in Kolberg, noch an Land-leuten mangelte, die theils zur See nach der Festung kamen, theilsdem Feinde entliefen, der vom Lande Mannschaften zu seinen Ar-beiten requirirte. So lange es sich um Arbeiten außerhalb desfeindlichen Feuers handelte, konnte man Tagelöhner füglich be-nutzen ; unterm feindlichen Feuer mußte man sich freilich der Sol-daten bedienen. Der Mangel an Ingenieur-Offizieren und anunterrichteten Aufsehern war allerdings nicht zu ersetzen.
Durch die nunmehr ins Werk gesetzte Anlage einer Schleuseim Körliner-Damm, dicht vor der dort gearbeiteten Traverse,