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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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Am 5. März griff der Feind wiederum den Posten ans demKautzenberge an und warf ihn zurück, wurde jedoch durch dasFeuer der im Retranchement vor Sellnow aufgestellten 2 3-Pfünder und 1tiPfünder unter dem Artillerie-Lieutenant Schaalegenöthigt, den Kantzenberg wieder zu verlassen.

Nachdem der Feind die Aufmerksamkeit der Besatzung völligauf die Westseite der Festung gelenkt zu haben glaubte, ging eram 5- März von Körlitt aus weiter vor und suchte die Festungauch auf der Ostseite einzuschließcn.

In den ersten Tagen des März war ein feindlicher Oberstbei Körlin gefangen genommen worden und hatte sich für einenParlamentair ausgegeben. Der Unteroffizier Griese hatte ihn vonFritzvw nach Kolberg zum Rittmeister Schill gebracht, der ihn zukein Kommandanten wies, welcher den Franzosen nach Durchsichtder Papiere wieder nach Fritzow zurückschickte, wo ihn indessenSchill, der sich nicht von der Richtigkeit der Angaben lcs feind-lichen Offiziers überzeugt hatte, aufs Neue gefangen »ahm underst auf gemessenen Befehl der Kommandantur auf freien Fußsetzen ließ. Der Posten des Unteroffiziers Griese wurde cingezo-gen. Diesem Hin- und Herreiten des sogenannten Parlamentairsglaubt man die Kenntuiß der preußischen Vorposten-Aufstellungbeim Feinde zuzuschreiben, genug am 7. März überfiel eine starkefeindliche Kavallerie-Abtheilung den Vorposten 34 Husarender Schwadron Brünnow in Mechentin, nahm ihn gefangen,und trieb das in Zernin stehende Soutien, namentlich das Kü-rassier-Depot von Bailliodz, in der Richtung gegen den Körliner-Damm zurück. Der Lieutenant Diezelsky, der gerade zum Visiti-ren der Vorposten unterweges war, begegnete den Flüchtlingen,brachte sie, im Verein mit dem Lieutenant Flemming, nach eini-gen Bemühungen zum Stehen und sandte sofort nach Neknin undBullenwinkel, um die eigne Schwadron allarmiren zu lassen. Inverhältnißmäßig kurzer Zeit sammelte sich die Schwadron; ihrtapferer Führer ging sogleich zum Angriff vor, vertrieb den Feindaus Zernin und verfolgte ihn bis Degow, wo indessen bereitsfeindliche Infanterie eingetroffen war, die einem weitern VorgehenGrenzen setzte. Einige Gefangene waren wieder befreit und einige