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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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465
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insofern sie dem Feinde unmittelbar empfindlich wurden. Befandsich aber Kolberg erst in einem Zustande, daß man dem AngriffdeS Feindes mit Ruhe entgegensetzen konnte, dann durfte mansich nicht aus die Wälle beschränken, da die Festungen nicht alleindazu da sind, die kleinen Besatzungen sicher zu stellen, sondern,abgesehen von allen Zwecken, welche durch ihre örtliche Lage ge-geben sind, sollen sie auch verhältnißmäßig bedeutende Kräfte desFeindes in Anspruch nehmen, und so lange dies nicht geschieht,mit den Besatzungen so aktiv als möglich eingreifen, so weit alsmöglich ausgreifen, um dem Feinde möglich viel Abbruch zu thun,bis er gezwungen worden ist, die Festung ernstlich zu beachten.Man mußte hierbei fortgesetzt vor Augen haben, daß mit der Zu-nahme der Besatzung auch die Möglichkeit gegeben wurde, die-selbe weiterhin zu verstärken, da ihre Wirkungssphäre erweitertund dadurch auch die Hülfsmittel zur Armirung und Bekleidungvergrößert wurden.

Das wirkliche Verfahren des Kommandanten steht, wie sichzeigen wird, mit Obigem nicht überall in Einklang. Hielt ersich nicht für berechtigt, in der dem Regimente seines Königs ent-zogenen Provinz zugleich als Militär-Gouverneur aufzutreten, sokonnte er die Vollmacht dazu in jedem Augenblick einholen. Erhatte früher seine Stellung durchaus richtig erkannt, als er, wiebereits erzählt, die Landräthe und Beamten von Pommern ange-wiesen hatte, den Befehlen der Stettiner Kammer keine Folge zugeben, vielmehr den von ihm ausgehenden Anordnungen zu ent-sprechen; der König hatte dies Verfahren durch Kabinets-Ordrevom 28. November vollständig gut geheißen und würde daherauch Alles gut geheißen haben, waS der Kommandant in deroben angedeuteten Weise zur Verstärkung der Besatzung anzuord-nen für nothwendig erachtet hätte. Ein energisches Auftreten desKommandanten würde, bei der treuen Gesinnung der BewohnerPommerns und der Neumark, von den ersprießlichsten Folgen ge-wesen sein; denn es bedurfte nur des Scheines eines Zwangesdurch die Detaschements der Festung, um die Bewohner vor derRache der Franzosen sicher zu stellen, und man würde alle Un-

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