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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
Entstehung
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den Dünen gegen den Hafen vorzudringen. Hier lag offenbar einsehr schwacher Punkt für die Vertheidigung, da obenein der be-wegliche Boden alle Befestigungs-Anlagen höchst schwierig machte.

Wenn die so eben bezeichnten Verhältnisse bei nicht starkemFroste Kolberg an sich zu einem starken Posten machten, beson-ders wenn der Kommandant umsichtig und die Besatzung starkgenug waren, um von allen sich darbietenden günstigen Terrain-gcstaltungen durch die von der provisorischen und Feldbefestigungzu entnehmenden Mittel Vorthelle zu ziehen, so zeigt auch dererste Blick auf die weitere Umgebung von Kolberg die Richtig-keit der am Eingänge bereits gethanen Aeußerung, daß dieselbesich mit geringen Mitteln zu einem verschanzten Lager für bedeu-tende Kräfte umgestalten ließ, so daß Kolberg dadurch ganz ge-eignet wurde, zu Unternehmungen der mit Preußen verbündetenSeemächte benutzt zu werden.

Gleich den übrigen Festungen des preußischen Staats rechtsder Elbe befand sich aber auch Kolberg am 23. Oktober 1806,als die amtliche Nachricht von den Niederlagen an der Saale ein-traf, in einem trostlosen Zustande; es waren gar keine Vorberei-tungen zur Vertheidigung getroffen worden. Wegen des zu be-sorg euden Krieges mit Rußland waren zwar 1805 die Werke amHafen und die Kirchhofs-Schanze in Vertheidigungszustand gesetzt,ebenso im Jahre 1806 wegen der Differenzen mit Schweden dasAugenmerk auf diese Seite Kolbergs gerichtet worden; jedoch hatteman auch diese Werke im September wiederum entwaffnet.

Die Festungswerke selbst waren in leidlicher Verfassung, abereS fehlte an Pallisaden, Faschinen und Schanzkörben; eine Ueber-schwemmung erhob, wie gezeigt worden, die Widerstandsfähigkeitder Festung sehr bedeutend, aber man hatte die Schleusen gänz-lich vernachlässigt und sie befanden sich in einem sehr mangel-haften Zustand. Die Artillerie der Festung reichte kaum aus,einen Theil des Hauptwalles zu besetzen, und war besonders mitWurfgeschütz völlig unzureichend ausgerüstet, denn man zählte nur72 brauchbare Geschütze, nämlich:

IV.

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