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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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Erfolg der Affaire bei Bunzlau Kcnntniß. Der Unteroff. Maschkeerreichte glücklich längs der Grenze die Grafschaft Glatz.

Da nun der Graf Götzen stündlich die Ankunft des Lieute-nants Negro erwartete, der General Perneti aber Neurode miteiner starken Abtheilnng besetzt hatte, so detaschirte der Graf am23. 400 Mann Infanterie und 100 Pferde von Glatz und Sil-berberg nach diesem Orte, um die Verbindung mit dem Gebirgewieder frei zu machen. Der Feind zog sich nach Frankenstein zu-rück; doch da das preußische Dctaschement auch am 24. nichtsvon dem Lieutenant Negro erfahren konnte, kehrte es nach Glatzund Silberberg zurück.

Der Lieutenant Negro war am 23. von Liebau nach Fried-land aufgebrochen. Der Lieutenant Schmidt mit der Avantgardeund einem Theil der Wagen hatte auf die Nachricht, daß derFeind im Anmarsch sei, nach Möglichkeit geeilt, war aber da-durch auch von dem Rest des Detaschements, unter dem LieutenantNegro selbst, durch eine ansehnliche Entfernung getrennt worden.Unfern der böhmischen Grenze bei Schömberg stieß er auf denFeind, und da es nicht möglich war, die Wagen einen steilenPerg hinaufzubringen, so ließ er von denselben so viel abladen,als die Leute zu Pferde fortbringen konnten, und ging damit nachder Grenze. Da der Feind sich mit Plünderung der Wagen be-schäftigte, so wäre es möglich gewesen, durchzukommen, allein dadie Grenzbeamten erklärten, daß sie die Instruktion hätten, preu-ßische Truppen ungehindert das östreichische Gebiet passiren zulassen, sobald sie nur die Waffen ablegten, so hielt es der Lieu-tenant Schmidt für das Sicherste, ins Böhmische überzutreten,wurde indessen auf dem nächsten Posten arretirt und nach Brau-nau transportirt. Nur mit Mühe gelang es dem Kommando,nach Zurücklassung der Waffen, Pferde und Effekten nach Glatzdurchgelassen zu werden, während sämmtliche Sachen erst nach demFrieden zurückgegeben, die Pferde in Geld vergütigt wurden.

Ter Lieutenant Negro hatte sich und einen Theil des Trans-portes vorläufig glücklich gerettet, doch alle Gefangene verloren.

Am 29. Mittags erfuhr der Graf Götzen, daß ein feind-liches Detaschement über Neurode aus Glatz im Anmarsch sei.