Kalvariberg, reinigte den Grund rechts, und vertrieb den Feinddurch ihre Schützen aus den vorder« Häusern von Friedrichs-wartha an der großen Straße; die Kbmpagnie Seit drang aufdem Höhenrücken vorwärts des Kalvariberges vor, und durch dieGehölze bis hinter das feindliche Lager; die Linien-Jnfanterie undArtillerie avancirten in guter Ordnung etwas weiter links, undverjagten mit ihren Schützen und durch das Artilleriefeuer diewürttembergischen Jäger aus allen Gebüschen. Der Feind ge-rieth in Unordnung; seine auf dem äußersten Vorsprung desPaßberges gegen den Schäferberg postirte Batterie fuhr ab, undder Graf Götzen war im Begriff, mit der Kavallerie und denbeiden Geschützen,^ welche bisher jene Batterie beschossen hatten,gegen die große Straße vorzugehen, und den Feind zu verfolgen,als der Oberst Albert glaubte Halt machen zu müssen, um sichnicht zu weit von der Festung zu entfernen, bevor der MajorLosthin, von dem noch immer nichts gehört wurde, den Angriffim Rücken unternommen hatte.
Der General Lefebvre benutzte diesen Stillstand, indem erwohl schnell erkannte, wodurch derselbe hervorgerufen worden, warfdas bayersche 10. Linien-Regiment den vorgedruugenen Preußenin die rechte Flanke, und trieb sie mit Verlust aus den Gebüschenzurück, wobei das Bataillon von Kropf, das noch in seinem Stammmeist aus Südpreußcn bestand, schon in Unordnung gerieth, aberdurch seinen Führer, den Hauptmann Petteukoser, jenseits der Ge-büsche wieder zum Stehen gebracht wurde, da die feindliche In-fanterie nicht über die Gebüsche hinaus verfolgte. Es kam nunzu einem lang anhaltenden Infanterie- und Artilleriefeuer.
Der Graf Götzen, welchem der Oberst Albert durch den Haupt-mann Wörmann den Grund des Haltmachcns hatte melden las-sen, hatte geurtheilt, daß bei dem heftigen Nvrdwcststurm, welcherden Schall nach Wartha trieb, der Angriff des Majors Losthinnicht zu hören sein würde, und dem Obersten daher sogleich denBefehl gesandt, den Angriff ohne Zögern fortzusetzen. Dieser Be-fehl kam indessen zu spät. Eine württembergische Jäger-Schwa-dron unter dem Rittmeister Borckfeld war längs der Neiße vor-gcgangen, da die dort aufgestellten Schützen des Bataillons von