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für Lieferungen und fortgenommene Bestände. Die Folge war,daß ziemlich hinlänglich Getreide zur Verproviantirung nach derStadt kam, und durch den neuen Kredit bei wieder eintretendemGeldmangel die Lieferungen zum Theil mit Scheinen bezahlt wer-den konnten.
Zur Anfertigung der Munition, zur Reparatur und zumUnfertigen von Lasteten, woran man sogleich mit Eifer ging,wurden die nöthigen Gelder angewiesen.
Zur Verstärkung der Garnison in Silberberg wurden 100Rekruten aus der Grafschaft Glatz auögehoben, und alle sich nochherumtreibenden Nanzionirten des Regiments AlvenSlcben dahinbeordert, desgleichen ein Kommando von 300 Mann Infanterievon der Glatzer Garnison und etwas Kavallerie, so wie der ehe-malige Ingenieur-Hauptmann Wätzold, der aus Patriotismuswieder eingetreten war, dahin abgeschickt, um die Armirung derStrohhaubeu eiuzuleiten. .—
Sein Hauptaugenmerk glaubte der Graf Götzen indessen aufdie Vermehrung der mobilen Truppen richten zu müssen,, um womöglich die Einnahme von Kosel und Neiße zu verhindern, oderwenigstens hinzuhalten, und damit auch die Belagerungen vonGlatz und Silberberg zu verschieben. Es war augenscheinlich,daß der Feind eine schleunige Vereinigung bedeutender Kräftenach der Weichsel veranlaßt haben müsse, indem er sonst nichtKofel, dessen verzweifelter Zustand ihm durch die Ueberläufer nichtunbekannt sein konnte, in einem Augenblick frei gegeben habenwürde, wo es sich kaum noch einige Wochen hätte halten können.Durch ein starkes mobiles Truppenkorps in der Grafschaft Glatz,wurde aber der Feind genöthigt, ein bedeutendes Observationskorpsaufzustellen, und die schon geschwächten Blokadetruppen noch mehrzu vermindern. Blieben somit die noch nicht eroberten schlesischenFestungen in preußischen Händen, so hatte Oestreich, wenn es sichzum Beitritt erklärte, eine treffliche Operationsbasis, sobald es dieOder abwärts gegen den Rücken der französischen Armee, odereine eben so gute Deckung seiner Staaten, wenn es gegen dieElbe operiren wollte. Eine bedeutende mobile Truppenzahl schienferner auch nothwendig, um einen Aufstand in Masse, zu welchem