rome, daß noch das stärkste Bataillon des 10. bayerschen Liuien-Jnfanterie-Regiments ans Schweidnitz, 2 Schwadronen des Dra-goner-Regiments Minucci und das württembergische Jäger-Re-giment zu Pferde, zu dem Detaschcment des Generals Lefebvrestoßen sollten. Der General erhielt den Befehl, sich bei Franken-stein aufzustellen, sich bis an die böhmische Grenze auszudehnenund keine preußische Partei durch diese Aufstellung durchzulassen.Die Chevaurlegcrs sollte der General nach Breslau zurücksenden.
Am 21. März ging in Glatz die Meldung ein, daß derFeind über Gabersdorf vorrücke. Der Major Stößel ging ihmmit seiner Kavallerie, der Kompagnie Borcke und den Jägernvon Ehrenberg entgegen, worauf er sich nach Neurode abzog. Umden Feind am folgenden Morgen anzugreifen, wurden dem Majornoch die Schwadron Manteuffel und die Kompagnien Rekowski,Reichmeister und Gayl uachgesaudt. Der Feind wartete den An-griff indessen nicht ab, doch nahm man ihm einige Wagen mitTuch ab, worauf der Major Stößel am 22. Abends nach Glatzzurückkehrte. An demselben Tage drang der Feind mit etwa 300Mann und 80 Pferden von Wartha her bis gegen den Schäfer-berg vor, zog sich aber nach einigen Kanonenschüssen wieder ab.Am 23. März kehrte der Lieutenant Negro nach Glatz zurück,brachte wenig Geld aber einige hundert Paar Schuhe, 108 Ge-wehre, 32 Pferde, 2 französische Kommissaire als Gefangene, undden Bürgermeister aus Fricdberg a. Q. und einen Schulzen ausDittersbach als Arrestanten mit, da diese letzter» sich der Verrä-therei verdächtig gemacht hatten. Der Feind hatte Wartha ge-räumt, sich aber bei Frankeustein verstärkt.
Der Graf Götzen fragte an diesem Tage aus Grulich an,ob er über Mittcuwalde und Habelschwerdt nach Glatz durchkom-men könne; worauf man ihm bis Habelschwerdt ein Kommandoentgegenschickte. —
Wir müssen einen Augenblick die Thäligkeit des GrafenGötzen in Wien betrachten, indem es interessant sein möchte, zuzeigen, wie schon Anfangs 1807 das Joch der französischen Herr-schaft drückend geworden war, und in einem großen Theile vonDeutschland sich Bewegungen vorbereiteten, die durch immer neue