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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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cheubach unternommen werden, wobei es fast immer zu sehr hitzi-gen Gefechten mit den starken, aus allen Waffen zusammenge-setzten feindlichen Streisparteicu des Generals Lefebvre kam. Ob-gleich die preußische Kavallerie in der rauhesten Jahreszeit gro-ßentheils ohne Mäntel und ohne gehörige Bekleidung in denNächten bivouakiren und bei Tage sich schlagen mußte, benahmsie sich dennoch bei allen Gelegenheiten mit großer Tapferkeit, undwußte sich bei dem Feinde in den gehörigen Respekt zu setzen.Bon den Offizieren zeichneten sich in dieser Zeit besonders aus:der Major GLrtz, die Lieutenants Eisenschmidt, Schmiedeberg,Klinggräf, Schrater, Vieweg (die beiden Letzteren früher Dolon-tairS), Schmicdlein und Baumgarten (ehemalige Wachtmeister).Ein gewisser Negro, früher Stallmeister, der viel Verschlagenheitund Unternehmungsgeist zeigte, durch seine Bekanntschaft im Ge-birge mehrere Male Pferde, Waffen, Montirungsstücke und Geldervon dort einbrachte, und durchaus uninteressirt und patriotischerGesinnung schien, wurde in dieser Zeit vom Fürsten von Pleßzum Offizier gemacht. Ebenso zeichnete sich die Frau deS ehe-maligen Rittmeisters und zeitigen Salz-FaktorS Boiün zu Löwen-bcrg durch große Vaterlandsliebe und persönliche Tapferkeit aus;mit Lebensgefahr rettete sie mehrere Kassen und war in der Folgebei mehreren Gefechten zu Pferde thätig.

Ta cs immer noch besonders an Waffen fehlte, und dieJagdflinten und Büchsen, welche man einzeln znsammenkaufenmußte, meist der Reparatur bedurften, so hatte der Graf Götzenschon vor einiger Zeit auf dem Eisenhammer zu Reiucrz eine Ge-wehr-Fabrik errichtet, in welcher in dieser Zeit bereits gegen hun-dert Menschen beschäftigt waren, und der Li »fang mit Anfertigungneuer Gewehre gemacht werden konnte.

Nur um zu zeigen, wie man in damaliger Zeit in Deutsch-land auch das Geringste nicht verschmähte, um daS Vaterlandvon der Herrschaft der Franzosen zu befreien, mag die Thatsachedienen, daß dem Flügel-Adjutanten Grafen Götzen ein geweseneröstreichischer Offizier, der unter Czerni Georg mit Auszeichnunggedient hatte, zugesundt wurde, um ein Projekt vorzulegen, nachwelchem man die Festung Braunau, die nur mit einigen hundert