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die betrübendsten Nachrichten ans Palen zugegangen waren. Erbot dem Feinde die Festung Brieg als Opfer für den Waffen-stillstand, und Jerome ging auch in der That auf Unterhandlun-gen ein. Man verlangte von dem Fürsten eine mündliche Unter-redung, zuerst am 11., dann am 16., und zuletzt wegen einesnichtigen VorwandeS am 18. Januar, wohl nur, um den Fall,von Brieg abzuwarten. Sobald der Fürst hiervon Kenntniß er-hielt, und zugleich erfuhr, daß Jerome an Stelle des erobertenBrieg eine andere Festung als Preis des Waffenstillstandes ver-langen würde, brach er die Unterhandlungen ab und hielt dasverabredete Rendezvous nicht inne.
Der schnelle Verlust von Brieg scheint den Fürsten von Pleßaugenblicklich sehr entmuthigt zu haben, denn kaum hatte er ge-wiste Nachricht von der Kapitulation, als er auch das ganze ebeneSchlesien anfgab, und am 18. Januar, nach Zurücklassung von2 Schwadronen unter dem Major Rumpf in Neiße, mit demganzen Rest der Kavallerie nach der Grafschaft Glatz aufbrach,wo er am 19. und in den folgenden Tagen eintraf. Bei diesemRückzüge zeichnete sich der Lieut. Witowski abermals sehr vor-theilhafr aus. Man hatte ihm die Ordre zum Abmarsch zu spätüberwiesen, und da ihn die übrigen, auf dem rechten Oder-Uferausgestellten Schwadronen nicht abwarteten, so fand er sich indem äußerste» Winkel Oberschlefiens durch die gegen Kofel vor-getrnngenen Bayern völlig abgeschnitten, so daß er sich mehrereTage durch den ihn anflauernden Feind durchschleichen mußte,was ihm auch so wohl gelang, daß er ohne allen Verlust beiGlatz ankam.
Man hatte somit alle Verbindung mit Kosel und mit demganzen Theil Schlesiens jenseits Neiße verloren, und da daS pro-jektiere Magazin in Lewin noch nicht gefüllt war, incl. der Ne-monten aber bei 3ll!?0 Pferde um Glatz vereinigt wurden, die inder Grafschaft nur kurze Zeit Unterhalt finden konnten, so sahman sich auch sofort genöthigt, mir der Kavallerie die Grafschaftwieder zu verlassen und sich in dem Besitz des fruchtbaren Mün-stcrberger-, Frankensteiner- und Neichenbacher-Kreises und derVerbindung mit dem wohlgesinnten schlesischen Gebirge zu erhal-lt*