dere Fortschritte machten. Der Graf Götzen machte dem Fürstenden Vorschlag, den Rittmeister Stößel mit seiner Schwadron, derneu formirten freiwilligen Schützenkompagnie des Lieutenant Borkeund 120 Ranzionirten, ohne Montirung und Gewehre, unterdem' Lieutenant Rekowski, aus Schweidnitz nach dem Eulengebirgemarschiren zu lassen, um von dort aus die sehr bald zu erwar-tende Belagerung von Schweidnitz zu erschweren, die unentbehr-liche Kommunikation mit dem schlesischen Gebirge zu erhalten, dieGrafschaft Glatz von jener Seile gegen Streifereien zu decken,das Detaschement selbst aber nach Möglichkeit durch Ranziouirtezu verstärken; der Graf selbst wollte in Lewin ein großes Ma-gazin errichten, um im äußersten Fall sämmtliche Remonten, ja,wenn Schweidnitz gefallen und die Belagerung von Neiße erfol-gen sollte, die ganze Kavallerie nach der Grafschaft zu verlegen,um daselbst, gedeckt durch die in Blockhäusern auf den verschiede-nen Zugängen zur Grafschaft zu vertheileuden Freitruppen, sichnoch einige Zeit halten, und einen Umschwung der Dinge ab-warten zu können. Der Fürst genehmigte diesen Vorschlag. DerKommandant von Schweidnitz erhielt die nöthige Anweisung we-gen Entsendung des Rittmeisters Stößel, und der Graf Götzenging nach der Grafschaft Glatz, wo bereits der Anfang zur Er-richtung einer wirklichen Jägerkvmpagnie gemacht worden war.Durch den Jngenieur-Hauptmann Waetzolv wurden alle über dasGebirge der Grafschaft führenden Wege rekognoszirt, die nichtdurchaus unentbehrlichen Wege verhauen und unbrauchbar ge-macht, vor den Defileen des Eulengebirges an Blockhäusern ge-arbeitet, und die Zugänge nach Wartha durch Pallisadirnngenmit Geschütz-Emplacements vcrtheidigt-
In dieser Zeit kam der Graf Herben;'! in, im Oestrcichischenund der Grafschaft Glatz angesessen, nach Neiße, um sich im Na-men mehrerer seiner Milstande zur Organisation einer Art vonLandsturm zu erbieten. Zu solchen Formationen schien indessendem Fürsten nach dem Fall von Breslau, wo man den Land-sturm höchstens noch durch einige Kavallerie unterstützen konnte,der Zeitpunkt nicht günstig, indem man glaubte, daß ohne einenKern regulärer Truppen der Feind mit dem Landsturm leichtes