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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
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die Thalhöhen vor sich hatte. Die Truppen gingen über dieNeiße und bezogen weitläufige Kantonirungen; die Neiße-Ueber-gänge bei Michelau, Koppitz, Mahlendorf und Rothhaus wurdendurch Infanterie, abwärts von Michelau durch Kavallerie besetzt.

Ein längeres Verweilen in dieser Stellung schien sehr be-denklich, denn, ging Breslau unerwartet schnell verloren und schloßder Feind sofort Schweidnitz ein, so war die Garnison durch dieherausgezogenen Truppen zu sehr geschwächt, um einen nachdrück-lichen Widerstand zu leisten. Wandte sich aber der Feind gegendas mobile Korps und schlug es, wie es wahrscheinlich war, soerreichte es im glücklichsten Fall Kosel oder Neiße, war dadurchvon allen übrigen Festungen abgeschnitten, und diese, eines Theilsihrer Besatzungen beraubt, wurden um so schneller eine Beutedes Feindes.

Der Gras Götzen schlug vor, entweder die Truppen sogleichwieder in die Festungen zurückmarschiren zu lassen, oder aber, denFeind von Strehlen, wo man ihn auf 3000 Mann schätzte, undaus Ohlau, wo er nur mit 100 Mann stehen sollte, zu vertrei-ben, sich diesseits Strehlen und der Ohlau aufzustellen, um indieser vortheilhaften Position nicht allein die Belagerung vonBreslau durch Bedrohung von Flanke und Rücken sehr zu er-schweren und den Feind vielleicht zur Aufhebung derselben zuzwingen, sondern auch bei der Hand zu sein, allen Festungennöthigenfalls Unterstützung zu senden und das Land gegen diefeindlichen Streifereien zu schützen. Diese Streifereien waren be-sonders in dieser Zeit mit unerhörten Grausamkeiten verbunden;in wenigen Tagen waren zehn Personen an Mißhandlungen oderderen Folgen gestorben, und 8 oder 9 Gefangene, die man nachSchweidnitz einbrachte, hatten, außer vielen Kostbarkeiten, gegen4000 Thaler baareö Geld bei sich.

Es vergingen mehrere Tage, bevor man zum Entschluß kom-men konnte; man rechnete darauf, daß BreSlau sich noch haltenwürde, und wollte noch nähere Nachrichten über den Feind ein-ziehen. Zu diesem Zweck detaschirte der Fürst eine Abtheilungvon 160 Pferden zur Rekognoszirung, die aber bei dem zweck-