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dant der General-Major Kraft, Ingenieur-Offizier vom Platzder Lieutenant Poblotzky. Von einem so zusammengesetzten Gou-vernement ließ sich, trotz der ungünstigen Umstände, eine tüchtigeVertheidigung erwarten, aber leider gewann der General Lindener,der sich trotz der Anweisung des Grafen Götzen, Breslau zu ver-lassen, dennoch hatte am 6. Dezember einschließen lassen, als In-genieur-General und Brigadier der schlesischen Festungen einebedeutende Stimme bei den Anordnungen zur Vertheidigung, undeinen sicheren Einfluß auf die Ansichten des Gouvernements vonder Haltbarkeit des Platzes. —
Die Einnahme von Glogau gab dem General Vandammeeine so bedeutende Masse schweren Geschützes und so große Mn-nitionsvorräthe in die Hände, daß er alsbald gegen Breslau Vor-gehen konnte. Bereits am 4. Dezember, nachdem die Garnisonvon Glogau die Waffen gestreckt hatte, setzte sich der GeneralMontbrun mit der württembergischen Kavallerie in Bewegung;der General Vandamme folgte mit der württembergischen Infan-terie auf dem linken Oder-Ufer gegen Breslau, und am 5. De-zember brach Jerome mit der Division Wrede und der Kavalleriedes Generals Lefebvre von Kalisch auf, um ebenfalls vor Bres-lau zu rücken. Bei Kalisch verblieben nur die Division Deroyund die Kavallerie-Brigade Mezzanelli, von der das 1. Chevaur-legers-Regiment Kronprinz zur großen französischen Armee ab-rückte. I
Am <>. Dezember Nachmittags erschien somit der Feind mitseiner Kavallerie zum zweitenmal ans dem linken Oder-User anden Vorstädten von Breslau, und trieb die preußischen Kavallerie-Patrouillen durch die Nikolai-Vorstadt bis gegen die Werke zu-rück. Auf dem rechten Oder-Ufer wurden die Vorposten bis andie Wepda zurückgedrückt, und behielten die Drücke bei Protschund HundSfeld besetzt. Die Werke feuerten auf die Plänkler,die sich an den zunächst gelegenen Häusern der Vorstädte zeigten.
1) Der Kavallerie-Brigade Mezzanelli wurde, statt des abriickendcnChevauxlegers-Regiments, das 2. Chevauxlegers-Regiment König von derBrigade Lefebvre zugetheilt.
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