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4 : 2, Der Felzug von 1807. - 1851 (1855)
Entstehung
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tion und Proviant waren in Fülle vorhanden; der Verlust derGarnison betrug 30 40 Todte, eben so viele Verwundete, undgegen 200 Deserteurs.

Die Gründe, welche das Gouvernement zur Uebergabe be-wogen, waren folgende:

1) die Unzulänglichkeil der Besatzung zur Vertheidigung dernothwendig zu haltenden Werke;

2) die Unsicherheit der aus Polen zusammengesetzten 3. Ba-taillone von Tschepe und Zastrow, deren Kommandeursselbst erklärt hatten, sich auf ihre Mannschaften nicht mehrverlassen zu können;

3) die Ankunft des feindlichen Belagerungsgeschützes, wodurchder völlige Ruin der Stadt unvermeidlich gewesen, und

4) die Unmöglichkeit eines Entsatzes.

Wenn diese Gründe an und für sich auch als richtig an-erkannt werden müssen, so besitzen sie dennoch nicht die geringsteKraft, um eine Kapitulation zu rechtfertigen, da das Gouverne-ment wußte, daß die EinschließungStruppen verhältnißmäßig sehrschwach waren, und der mitgetheilte königliche Befehl vom 2. No-vember ausdrücklich eine Vertheidigung bis auf den letzten Mannforderte. Ein solcher Befehl mußte jede Betrachtung über Halt-barkeit und Unhaltbarkeit des Platzes, über das Unglück der Ein-wohner rc. beseitigen.

WaS schon anderwärts angeführt worden, muß hier wieder-holt werden. Es war weder Feigheit noch Verrätherei, was denFranzosen so geringen Widerstand entgegensetzte; denn die meistenKommandanten hatten schon unter dem großen Könige vielfältigeBeweise ihrer persönlichen Tapferkeit abgelegt und eine Verräthereihat sich, wenigstens bei den Kommandanten, nirgends erwiesen.Es war die Ansicht von der Nutzlosigkeit, ja von dem Unrechteines Widerstandes, durch welchen tausend Unschuldige unglücklichgemacht wurden, ohne daß dem Ganzen der geringste Vortheilerkämpft wurde; es war die Weisheit, welche der General Lin-dener von den Gouvernements gefordert hatte, statt sie auf jeneBeschränktheit zu verweisen, welche den Kommandanten so wohlansteht, und die weder über das Weichbild der Stadt hinaussieht,