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6 (1796) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 4]
Entstehung
Seite
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Zeiten die Braut sitzen, und bei- ihren stil-len Wünschen nach bedürfen, daß inan sietröste, daß man ihr zurede; so ungeduldigwird der Bräutigam auf der Schwelle hor-chen, ob er hereintreken darf

Wilhelms Augen schweiften auf unzäh-lige Bilder umher. Dom ersten frohenTriebe der Kindheit jedes Gstxd im Spielenur zu brauchen und zu üben, bis zum ru-higen abgeschiedenen Ernste des Weifen,konnte man, in schöner lebendigen Folge,sehen wie der Mensch keine angebohrne Nei-gung und Fähigkeit besitzt, ohne sie zu brau-chen und zu nutzen. Bon dem ersten zartenSelbstgefühl, wenn das Mädchen verweiltden Krug ^uS dein klaren Wasser wiederherauf zu heben, und indessen ihr Bild ge-fällig betrachtet, bis zu jenen hohen Feyer-lichkcitcn, wenn Könige und Völker zu Zeu-gen ihrer Verbindungen die Göller am Al-täre anrufcn.