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6 (1796) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 4]
Entstehung
Seite
266
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aus dieser- Schrift entgegen leuchtete, war,ich möchte so sagen, die Reinlichkeit desOaseynS, nicht allein ihrer selbst, sondernauch alles dessen, ivas sie umgab. DieseSelbstständigkeit ihrer Natur und die Un-möglichkeit, etwas in sich aufzunehmen, wasmit der edlen, liebevollen Stimmung nichtharmonisch war.

So stud Sie, versetzte Natalie, billiger,ja ich darf wohl sagen, gerechter gegen dieseschöne Natur, als manche andere, denenman auch dieses Manusrripk mikgctheilt hak.Jeder gebildete Mensch weiß, wie sehr eran sich und andern mit einer gewissen Ro-heit zu kämpfen hat, wie viel ihn seine Bil-dung kostet, und wie sehr er doch in gewis-sen Fällen nur an sich selbst denkt und ver-gißt, was er andern schuldig ist. Wie oftmacht der gute Mensch sich Vorwürfe, daßer nicht zart genug gehandelt habe, und