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6 (1796) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 4]
Entstehung
Seite
158
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Abscheuliche, niederträchtige Kupplerin»!so hast Du das unglückliche Geschöpf ge-opfert? so hast Du sie Deiner Kehle, Dei-nem unersättlichen Heißhunger hingcgeben?

Ihr thätet besser Euch zu mäßigen, undmit Schimpfrcden inne zu halten, versetztedie Alte. Wenn Ihr schimpfen wollt, so gehtin Eure großen vornehmen Häuser, da wer-det Ihr Mütter Puden, die recht ängstlichbesorgt sind, wiesle für ein liebenswürdiges»himmlisches Mädchen den allerabscheulich-sten Menschen aufstnden wollen, wenn ernur zugleich der reichste ist. Seht das armeGeschöpf vor seinem Schicksale zittern undbeben, und nirgends Trost stnden, als bisihr irgend eine erfahrne Freundin begreiflichmacht, daß sie durch den Ehestand das Rechterwerbe, über ihr Herz und ihre Personkünftig nach Gefallen disponiren zu können.

Schweig! rief Wilhelm, glaubst Du denn.