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6 (1796) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 4]
Entstehung
Seite
156
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zu erdulden! o! rief sie manchmal, haltestdu meiner Jugend, meiner Unschuld nur nochvier Wochen geschont, so hätte ich einenwürdigen Gegenstand meiner Liebe gefunden,ich wäre seiner würdig gewesen, und dieLiebe hätte das mit einem ruhigen Bewußt-sein geben dürfen, was ich jetzt wider Wil-len verkauft habe. Sie überließ sich ganzihrer Neigung, und ich darf nicht fragen,ob sie glücklich waren? Ich hakte eine un-eingeschränkte Gewalt über ihren Verstand,denn ich kannte alle Mittel ihre kleinen Nei-gungen zu befriedigen; ich hatte keine Machtüber ihr Herz, denn niemals billigte sic, wasich für sie khat, wozu ich sie bewegte, wennihr Herz widersprach, nur der unbezwing-lichen Noth gab sie nach, und die Nokh er-schien ihr bald sehr drückend. In den erstenZeiten ihrer Jugend hatte cs ihr an nichtsgemangelt, ihre Familie verlohr durch eine